Nahverkehrskonzept i2030: Projektstatus und Kostenübersicht
Einleitung
Ein Überblick über die aktuelle Umsetzung des Nahverkehrskonzepts i2030 in Berlin und Brandenburg gibt Aufschluss über den Fortschritt mehrerer Vorhaben und die damit verbundenen Kosten. Die Informationen stammen aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.
Hintergrund der Anfrage
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stellte eine Kleine Anfrage mit dem Titel „Stand der Umsetzung des Nahverkehrskonzepts i2030 in Berlin und Brandenburg“ (21/2852). Die Bundesregierung beantwortete die Anfrage unter dem Aktenzeichen 21/3326 und legte damit den aktuellen Stand mehrerer geplanter Maßnahmen offen.
Projekt „Bahnsteigkanten im Bahnhof Spandau“
Das Vorhaben zur Errichtung von Bahnsteigkanten im Bahnhof Spandau befindet sich derzeit in der Leistungsphase 2. Ein förmlicher Planungsbeginn im Auftrag des Bundes ist bislang nicht erfolgt. Der aktuelle Planungsstatus lässt darauf schließen, dass weitere Planungsarbeiten und Genehmigungsverfahren noch ausstehen.
Kostenschätzung
Die aktuell geschätzten Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf etwa 720 Millionen Euro. In dieser Summe sind das Bahnhofsvorfeld sowie ein Überwerfungsbauwerk auf der Ostseite des Fernbahnhofs Spandau enthalten. Die Kostenangabe umfasst sämtliche Bau- und Planungsleistungen, die bis zur Fertigstellung zu erwarten sind.
Heidekrautbahn der Niederbarnimer Eisenbahn
Die sogenannte Heidekrautbahn, betrieben von der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB), soll voraussichtlich im Jahr 2028 in den regulären Betrieb übergehen. Der Zeitplan sieht vor, dass die Strecke nach Abschluss der Bauarbeiten und der erforderlichen Prüfungen für den öffentlichen Verkehr freigegeben wird.
Einbindung in die Nordbahn
Die Anbindung der Heidekrautbahn an die Nordbahn ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abschließend geklärt. Die zuständigen Behörden prüfen verschiedene Optionen, um eine reibungslose Integration in das bestehende Schienennetz zu ermöglichen.
Ausblick
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass mehrere zentrale Vorhaben des Nahverkehrskonzepts i2030 bereits in unterschiedlichen Planungsphasen fortgeschritten sind, jedoch noch offene Punkte hinsichtlich der endgültigen Genehmigungen und der Netzanschlüsse bestehen. Die genannten Kostenschätzungen und Zeitpläne bilden die Grundlage für weitere Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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