NASA beobachtet wiederkehrende Algenblüten im Hartbeespoort Dam
NASA hat mittels Satellitenbildern gezeigt, dass im Hartbeespoort Dam in Südafrika zwischen Juni 2022 und Juli 2023 erhebliche Algenblüten auftraten, die Wasserqualität und Ökosysteme beeinträchtigen können.
Satellitendaten und Animation
Die Animation basiert auf dem Harmonized Landsat and Sentinel‑2 (HLS) Produkt, das Daten von Landsat‑8, Landsat‑9 und den Sentinel‑2‑Satelliten kombiniert.
Algenblüten und ihre Risiken
Algen, von Cyanobakterien bis zu Seealgen, sind für gesunde Gewässer wichtig, doch wenn sie in großen Mengen wachsen, können sie toxische HABs bilden. Laut NASA‑Wissenschaftler Bridget Seegers führt ein Übermaß an Nährstoffen zu starkem Wachstum.
Lokale Auswirkungen im Hartbeespoort Dam
Im Hartbeespoort Dam wurden wiederholt schädliche Algenblüten dokumentiert. Im April 2023 führten niedrige Sauerstoffwerte, verursacht durch übermäßiges Algenwachstum, zu einem Fischsterben, wie südafrikanische Behörden berichteten.
Langzeitstudie und treibende Faktoren
Eine im Jahr 2022 veröffentlichte Studie, geleitet von Adam Ali, nutzte 40 Jahre Landsat‑Daten, um die Hauptfaktoren für Algenwachstum zu bestimmen. Die Analyse zeigte, dass Gesamphosphor und Wassertemperatur die wichtigsten Treiber sind, wobei die höchsten Konzentrationen nahe dem Zufluss des Krokodilflusses und im westlichen Teil des Stausees vorkamen.
Die Studie identifizierte langfristige Trends: Größere Blüten traten zwischen 1982 und 1986 auf, ein Bioremediation‑Programm der späten 1980er Jahre reduzierte das Wachstum, doch nach Wegfall der Finanzierung in den späten 1990er Jahren stiegen die Blüten in den frühen 2000er Jahren wieder an.
Methodik der Fernerkundung
Durch die Messung von Chlorophyll‑a aus den Satellitenbildern können Forscher die Algenbiomasse abschätzen. Trotz dieser Fernerkundung bleibt die Probenahme vor Ort nötig, um die Giftigkeit zu bestätigen.
Zukünftige Missionen und Ausblick
Zukünftige NASA‑Missionen, darunter der nächste Landsat‑Satellit und die 2024 gestartete PACE‑Mission, sollen die Erkennung von HABs weiter verbessern, insbesondere durch spektrale Messungen, die die Algenart differenzieren können.
Die gewonnenen Erkenntnisse unterstützen das Management von Wasserressourcen, indem sie Entscheidungsträgern ermöglichen, frühzeitig Maßnahmen gegen schädliche Algenblüten zu ergreifen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
Ende der Übertragung
