Die NASA am Kennedy Space Center in Florida richtet die Payload Hazardous Servicing Facility (PHSF) für die Ankunft des Nancy Grace Roman Space Telescope ein, das voraussichtlich Anfang September 2026 mit einer SpaceX Falcon Heavy von Launch Complex 39A gestartet werden soll. Die Vorbereitung umfasst abschließende Inspektionen, Systemchecks und das Betanken des Teleskops, bevor es zum Startplatz transportiert wird.
Modernisierung der Luftschleuse
Im Zuge der Vorbereitungen wurde das Luftschleusensystem ausgetauscht. Die neue Anlage bläst hochgeschwindige, HEPA‑gefilterte Luft auf Personal und Ausrüstung, bevor diese den Reinraumbereich betreten. „Roman ist ein sehr empfindliches Raumfahrzeug. Menschen sind eine der größten Quellen für Kontamination“, erklärte Ryan Boehmer, Launch Site Integration Manager bei der NASA.
Klimatechnik und Feuchtigkeitskontrolle
Ein weiteres Upgrade betrifft das HVAC‑System, das nun über verbesserte Kältemittel‑Spulen, Druckluft‑Tank und Regler verfügt. Ziel ist die stabile Aufrechterhaltung einer Temperatur von etwa 21 °C (70 °F) und einer relativen Luftfeuchte zwischen 30 % und 60 %. Genevieve Futch, Mission Manager, betonte, dass die Klimatisierung sowohl die Hardware als auch das Personal vor Überhitzung schützen muss.
Vermeidung von Fremdkörpern
Die 15‑tönige Brückenkrananlage wurde neu lackiert, um das Risiko von Lacksplittern als Fremdkörper (FOD) zu minimieren. Selbst kleinste Partikel, wie ein Haar, könnten die empfindlichen Instrumente des Teleskops beeinträchtigen. Das Reinigungspersonal trägt Schutzanzüge, die in der Luftschleuse einer zusätzlichen Partikelfilterung unterzogen werden.
Historie der Einrichtung
Die PHSF wurde 1986 im Rahmen des Space‑Shuttle‑Programms eröffnet und diente seitdem als Aufbereitungsort für zahlreiche Missionen, darunter das Hubble‑Weltraumteleskop, Deep Space 1, Mars 2020 Perseverance und das Europa‑Clipper‑Projekt. Seit 1998 hat das Launch Services Program 16 Starts von dieser Einrichtung aus koordiniert.
Bedeutung des Roman‑Teleskops
Das Roman‑Teleskop wird zusammen mit dem James‑Webb‑ und dem Hubble‑Teleskop arbeiten und ein Sichtfeld bieten, das bis zu 200‑mal größer ist als das von Hubble. Es soll zentrale Fragen zu dunkler Energie, Exoplaneten und Astrophysik adressieren, während Webb detaillierte Nachbeobachtungen ermöglicht. „Wenn wir Bilder vom Roman erhalten, werden die Menschen die Weite des Universums neu erleben“, fügte Boehmer hinzu.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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