Ein neuer Servicemissionsflug soll am 30. Juni 2026 um 6:23 Uhr EDT (10:23 Uhr UTC+12) von der Kwajalein‑Atoll im Pazifik starten, um die Umlaufbahn des Neil‑Gehrels‑Swift‑Observatoriums anzuheben. Der Satellit LINK, entwickelt von Katalyst Space, wird mit einer Pegasus‑XL‑Rakete von Northrop Grumman in den Orbit gebracht und soll Swift anschließend einrasten, greifen und die Höhe schrittweise erhöhen.
Starttermin und Zielorbit
Der Start ist für den frühesten Termin am 30. Juni geplant. Das Ziel ist, die Umlaufbahn von etwa 185 Meilen auf rund 370 Meilen zu heben, um ein vorzeitiges Wiedereintrittsrisiko zu vermeiden.
LINK – Serviceroboter
Der Serviceroboter LINK wiegt etwa 880 Pfund, ist rund 1,5 Meter hoch und verfügt über fast 6 Meter Solarpaneele, drei Ionen‑Thruster und ein Trio von robotischen Armen, die das Greifen und Anheben ermöglichen.
Hintergrund der Umlaufbahnanpassung
Durch die Erdatmosphäre entsteht bei niedrigen Umlaufbahnen ein kontinuierlicher Luftwiderstand, der die Höhe von Swift seit dem Start im November 2004 langsam reduziert. Erhöhte Sonnenaktivität hat den Abbrems‑effekt zuletzt verstärkt, sodass das Observatorium kurz davor steht, die kritische Schwelle von 185 Meilen zu unterschreiten.
Vertrag und Entwicklungszeitplan
Im September 2025 schloss die NASA einen Vertrag mit Katalyst Space, um innerhalb eines Jahres einen Serviceroboter zu konstruieren, zu testen und zu starten. Die Firma führte Umwelt‑ und Raum‑ähnliche Tests am Goddard‑Standort sowie in ihrer Einrichtung in Broomfield, Colorado, durch.
Startverfahren
Der Pegasus‑XL‑Träger wird von dem Flugzeug Stargazer, einer umgebauten L‑1011, in der Luft abgeworfen. Das Flugzeug startete vom Wallops‑Flugplatz in Virginia und transportierte die Rakete nach Kwajalein, wo die finale Startvorbereitung stattfand.
Ablauf im Orbit
Nach dem Abwurf wird LINK mehrere Wochen lang in Betrieb genommen, um Antrieb, Navigation und Sensorik zu prüfen. Anschließend nähert sich das Fahrzeug Swift, greift es mit den robotischen Armen und hebt die Umlaufbahn schrittweise an.
Aussagen von Verantwortlichen
„Swift ist das Multitool der NASA für die Untersuchung des Kosmos“, erklärte S. Bradley Cenko, leitender Wissenschaftler am Goddard‑Space‑Flight‑Center. Ghonhee Lee, CEO von Katalyst, betonte, dass das Projekt eine Blaupause für die Wartung von Satelliten ohne ursprüngliche Service‑Schnittstelle darstelle. Shawn Domagal‑Goldman, Direktor der Astrophysik‑Abteilung in Washington, verwies darauf, dass die Mission ein kostengünstiges Mittel sei, um die Fähigkeiten des US‑Satelliten‑Service‑Marktes zu stärken.
Bedeutung fĂĽr die Satellitenwartung
Durch die erfolgreiche Anhebung von Swift könne die NASA zeigen, dass bestehende Satelliten kostengünstig verlängert werden können, was langfristig die Notwendigkeit neuer Bauprojekte reduziert und die kommerzielle Dienstleistungsindustrie fördert.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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