NASA erfasst atmosphärische Gravitätswellen
Ein von NASA erstelltes Bild zeigt atmosphärische Gravitätswellen, die vom Super Typhoon Sinlaku erzeugt wurden. Die Messung erfolgte mit dem Visible Infrared Imaging Radiometer Suite (VIIRS) an Bord des NOAA-20-Satelliten am 12. April 2026 (13. April lokale Zeit) und ist im nächtlichen Luftglühen der Mesosphäre sichtbar.
Super Typhoon Sinlaku erreicht Kategorie-5-Status
Im April 2026 zog Super Typhoon Sinlaku ĂĽber den Nordpazifik und brachte starke Regenfälle sowie Ăśberschwemmungen auf die Marianen-Inseln. Die Japan Meteorological Agency stuft den Sturm als „violent typhoon“ ein, was etwa einem Kategorie-5-Sturm nach der Saffir-Simpson-Skala entspricht. Der Sturm war einer weniger tropischen WirbelstĂĽrme, die so frĂĽh im Jahr in dieser Region auftreten.
Entstehung und Sichtbarmachung von LuftglĂĽhen
Die Gravitätswellen entstehen, wenn latente Wärme in den Augen des Sturms Auf- und Abwinde erzeugt, die in Form von „Hot Towers“ in die obere Atmosphäre aufsteigen. Dort regen sie LuftglĂĽhen an, das entsteht, wenn während des Tages angeregte Atome und MolekĂĽle in der Nacht Licht abstrahlen. Das VIIRS-Day-Night-Band erfasst dieses LuftglĂĽhen und macht die wellenförmigen Muster sichtbar.
Weitere Messungen im Stratosphärischen Bereich
Zusätzlich wurde die thermische Energie der Gravitätswellen am 13. April 2026 von dem Atmospheric Infrared Sounder (AIRS) an Bord des Aqua-Satelliten erfasst. Die Strahlungsmessungen zeigten ein ähnliches Ripplen-Muster in der Stratosphäre, das auch in den Aufnahmen vom 14. April zu beobachten war.
Forscher kommentieren die Beobachtungen
„Wir sehen Wellen, die radial und nach oben in einer kegelförmigen Struktur propagieren“, erklärte Joan Alexander, Senior Research Scientist bei NorthWest Research Associates. Alexander betonte, dass leichte stratosphärische Winde in der Breite des Sturms im April die Erhaltung der Wellen begĂĽnstigt haben könnten.
Bedeutung fĂĽr Wettervorhersage und Weltraumwetter
Laura Holt, Senior Research Scientist bei NorthWest Research Associates, wies darauf hin, dass Gravitätswellen künftig zur Intensitätsüberwachung von Stürmen genutzt werden könnten. Sie ergänzte, dass diese Wellen auch ionosphärische Störungen auslösen können, die Satelliten- und Funkkommunikation beeinträchtigen.
Ausblick auf zukĂĽnftige Beobachtungen
Forscher fordern den Einsatz geostationärer Satelliten mit geeigneten Infrarot-Imager-Systemen, um Gravitätswellen kontinuierlich zu beobachten und so die Entwicklung tropischer Wirbelstürme besser vorherzusagen. Die Integration der Stratosphären-Daten in Wettermodelle könnte langfristige Vorhersagen, etwa für den kommenden Winter, verbessern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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