USA: NASA entdeckt neue Klasse von hypersoft X‑Ray‑Quellen in fernen Galaxien
Ein neues Klassenobjekt wurde mithilfe des Chandra‑Observatoriums identifiziert: 84 „hypersoft X‑Ray‑Quellen“ wurden in sechs weit entfernten Galaxien gefunden und in einer Studie im Nature Astronomy veröffentlicht.
Eigenschaften und Entdeckungsmethode
Die Quellen emittieren ungewöhnlich niederenergetische Röntgenstrahlen, während sie gleichzeitig intensive ultraviolette Strahlung erzeugen. Wissenschaftler ermittelten die Objekte, indem sie Chandra‑Bilder nach Signalen bei den niedrigsten X‑Ray‑Energien durchsuchten und diejenigen ausschlossen, die in höheren Energiestufen sichtbar waren.
Mögliche astrophysikalische Herkunft
Die Forscher vermuten, dass die Quellen aus Binärsystemen bestehen, in denen ein schwarzes Loch, ein Neutronenstern oder ein Weißer Zwerg Material von einem Begleitstern anzieht. Das eingeströmte Material wird erhitzt, bevor es auf das kompakte Objekt fällt und dabei die charakteristische Strahlung erzeugt.
Bedeutung für die Supernova‑Forschung
Ein Teil der Systeme könnte Vorläufer von Typ‑Ia‑Supernovae sein, deren frühzeitige Identifikation für die Messung der kosmischen Expansion von großer Bedeutung ist. Ein Forscher betonte, dass ein solches Frühwarnsystem die Untersuchung von Supernova‑Explosionen erheblich verbessern könnte.
Einfluss auf galaktische Prozesse
Die intensive UV‑Strahlung könnte zudem zur Ionisation von Gas zwischen den Sternen beitragen, ein Prozess, der die Sternentstehungsrate und die Entwicklung von Galaxien beeinflusst. Die Herkunft dieser Ionisation war bislang nicht vollständig geklärt.
Aussagen der Forschenden
„Wir haben noch nie eine Gruppe von Objekten gesehen, die so verhalten“, erklärte Mustafa Muhibullah, der die Studie leitete. „Die Entdeckung eröffnet die Möglichkeit, zwei langjährige astrophysikalische Fragen gleichzeitig zu adressieren.“
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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