Astronomen haben mit dem James‑Webb‑Weltraumteleskop (JWST) das Sternentstehungsgebiet IC 348 beobachtet, das nur 1 000 Lichtjahre von der Erde entfernt liegt. Die Aufnahmen zeigen extrem kleine Braune Zwerge mit einer Masse von nur dem Doppelten des Jupiters sowie junge Sterne, die energiereiche Jets in das umgebende Gas und Staub schleudern.
Entdeckung extrem leichter Brauner Zwerge
Das Forschungsteam identifizierte Braune Zwerge, deren Masse bei etwa 0,19 % der Sonnenmasse liegt – damit die leichtesten bekannten Objekte dieser Klasse. Diese Werte liegen deutlich unter den Vorhersagen gängiger Sternentstehungsmodelle.
Methodik und Beobachtungszeitplan
Im Jahr 2024 nutzte das Team das Near‑Infrared‑Camera‑Instrument (NIRCam) des JWST, um die Wärmeemission junger Brauner Zwerge und Protosterne aufzunehmen. Auf Basis dieser Daten wurden 2025 spektrale Messungen mit dem Near‑Infrared‑Spectrograph (NIRSpec) durchgeführt, um die Massen der Kandidaten zu bestimmen.
Weitere strukturelle Details
Die Bildcollage enthüllt zudem zahlreiche Protosterne, von denen einige von Herbig‑Haro‑Objekten flankiert werden – leuchtende Regionen, die entstehen, wenn Sternjets auf umgebendes Material treffen. Besonders auffällig ist das horizontale Feature HH 797, das aus zwei nahezu parallelen Protostern‑Outflows besteht, sowie das propellerförmige HH 211 mit schmalen Jets und breiteren Ausläufern.
Bedeutung für Sternentstehungsmodelle
Die Entdeckung von Braunen Zwergen mit solch geringer Masse stellt die bestehenden Theorien zur Mindestmasse von Objekten, die durch Sternentstehungsprozesse entstehen, in Frage. Zusätzlich deutet ein beobachtetes Disk‑Feature bei einem der leichten Braunen Zwerge auf mögliche Planetenbildung um ein fast planetarisches Objekt hin.
Zusammenarbeit und Weiterführende Programme
Die Beobachtungen stammen aus dem Webb General Observer Program 4866, das von NASA gemeinsam mit ESA und CSA durchgeführt wird. Neben der Untersuchung der niedrigsten Massenobjekte zielt das Programm darauf ab, die Verteilung planetarischer Massenobjekte in verschiedenen Sternentstehungsgebieten zu vergleichen und die Herkunft des identifizierten Kohlenwasserstoff‑Features zu erforschen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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