USA: VTE‑Risikobewertung für Astronauten – Arbeitsgruppenergebnisse
Hintergrund
Ein Arbeitsteam der NASA hat im April 2026 einen Algorithmus vorgestellt, der das Risiko von Venenthrombosen (VTE) während Raumflügen beurteilen soll. Das Team setzte sich aus Medizinern, Physiologen und Ingenieuren zusammen und orientierte sich an neuen Daten zu Blutflussveränderungen bei Astronauten.
Zentrale Befunde
Die Analyse ergab, dass Stau im linken inneren Drosselvenen (IJV) als dominierender Risikofaktor gilt. Gleichzeitig diskutieren Fachleute über den Beitrag von langsamen Strömungen, endothelialen Veränderungen und retrograder Strömung. Die Untersuchung von Fällen aus dem Oktober 2024, als erstmals VTE‑Ereignisse auf der ISS dokumentiert wurden, bestätigte die Relevanz dieser Faktoren.
Empfehlungen
Das Arbeitsteam betonte die begrenzten Möglichkeiten der In‑Flight‑Ultraschallmessung, insbesondere wenn ausschließlich Stau als Indikator für eine Prophylaxe verwendet wird. Deshalb wird eine erweiterte Ultraschallbewertung von Stau und retrograder Strömung empfohlen. Zudem soll die Bewertung weiterer Risikofaktoren erfolgen, um den Einsatz von Antikoagulanzien gezielt zu steuern.
Entwicklung des Risikoscores
Auf Basis einer Literaturrecherche und der Beiträge des Panels wurde ein VTE‑Risikoscore‑Algorithmus entwickelt. Der Score sieht eine prophylaktische Antikoagulation bei Vorliegen von Stau allein oder in Kombination mit anderen, nach terrestrischer Literatur gewichteten, Thromboserisikofaktoren vor.
Ausblick
Das Team plant, die vorgeschlagenen Ultraschallverfahren in zukĂĽnftigen Missionen zu testen und die klinischen Leitlinien entsprechend anzupassen. Ziel ist es, die Gesundheit von Astronauten langfristig zu sichern und das Auftreten von VTE in der Mikrogravitation zu reduzieren.Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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