Die NASA hat im Rahmen der Artemis‑II‑Mission die mobile Startplattform (Mobile Launcher 1) am Kennedy Space Center in Florida weiterentwickelt, um die Integration von Space Launch System‑Rakete und Orion‑Raumschiff sowie die Sicherheit des Starts zu gewährleisten.
Mobile Launcher 1 – Struktur und Funktion
Der Mobile Launcher ist mehr als 400 Fuß hoch und dient als strukturelles Rückgrat für die SLS‑Rakete und das Orion‑Raumschiff. Er beherbergt umbilikale Systeme, die Strom, Kommunikation, Kühlung, Treibstoff und Stabilisierung bereitstellen, und bildet die Plattform, von der die Besatzung zum Fahrzeug einsteigt.
Notfall‑Egress‑System
Ein zentrales Upgrade ist das Notfall‑Egress‑System, das auf der 274‑Fuß‑Ebene des Launchers installiert ist. Dort stehen vier Körbe mit elektromagnetischer Bremsung bereit, um Personal im unwahrscheinlichen Fall einer Notlage schnell zum Boden zu evakuieren.
Projektleitung und Hintergrund
Der stellvertretende Projektleiter für Mobile Launcher 1, Jesse Berdis, kam 2023 nach einem Gespräch auf einer Führungskonferenz an das Kennedy Space Center und übernahm zunächst die Rolle des Launch‑Infrastructure‑Engineers im Exploration Ground Systems‑Programm. Seitdem leitet er die Arbeiten am mobilen Startturm für Artemis‑II.
„Für mich ist das Ziel, die technische Integration und die Sicherheit für den Start zu gewährleisten, damit die Besatzung sicher zum Mond fliegen kann“, erklärt Berdis.
Zeitplan‑ und Risiko‑Management
Berdis koordiniert zudem die Zeitpläne für das Human Landing System, sorgt für die Genauigkeit kombinierter Zeitpläne, bewertet Risiken und stellt sicher, dass Bodenvorgänge und die Entwicklung des Landers synchron laufen.
Die Verbesserungen am Mobile Launcher gelten als entscheidend, um die erste bemannte Mondlandung seit über 50 Jahren zu ermöglichen und die langfristige Präsenz der USA im Weltraum zu unterstützen.
Der Start von Artemis‑II ist für 2026 geplant; das Team arbeitet weiterhin an Tests, Integrationsprüfungen und finalen Sicherheitsfreigaben.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
