NASA‑Instrument StarBurst erreicht kritische Testphase und nähert sich dem Start
Ein neu entwickeltes Gerät zur Beobachtung von Gammastrahlenausbrüchen hat kürzlich mehrere anspruchsvolle Prüfungen bestanden, die es einen Schritt näher an den geplanten Start bringen. Das Instrument, das kurze Gammastrahlenausbrüche von verschmelzenden Neutronensternen erfassen soll, wurde nach intensiven Tests im Marshall Space Flight Center als bereit für die nächste Montagephase eingestuft.
Thermische Belastungstests im Vakuum
Im März 2025 gelangte das Gerät nach seiner Ankunft in Huntsville in eine Vakuumkammer, wo es 18 Tage lang rund um die Uhr extremen Temperaturwechsel ausgesetzt war. Während dieser Phase wurden radioaktive Quellen eingesetzt, um die Empfindlichkeit gegenüber Gammastrahlen unter realen Bedingungen zu prüfen. Zusätzlich führte ein 24‑Stunden‑„Bake‑Out“ die Entfernung unerwünschter Gase durch intensive Hitze im Vakuum durch.
Schwingungs- und Vibrationsprüfungen
Ein weiterer Test bestand darin, das Gerät auf einen speziellen Schütteltisch zu montieren, um die Vibrationen und Turbulenzen zu simulieren, die während eines Raketenstarts auftreten. Die Ergebnisse bestätigten, dass die mechanische Struktur den zu erwartenden Belastungen standhält.
Integration mit dem Satellitenbus
Im August wurde das Instrument zum Space Flight Laboratory der Universität Toronto transportiert, wo es in den Satellitenbus eingebaut wurde. Vor dem Versand prüfte das Team am Stray‑Light‑Facility die Mehrschicht‑Isolationsdecke, die zwölf Kristalldetektoren vor den rauen Bedingungen des Weltraums schützt. Die Integration wurde im September abgeschlossen und bereitete die Basis für weitere Funktions‑ und EMV‑Tests.
Zeitplan und Startziel
Die aktuelle Planung sieht vor, dass das Gerät bis Juni 2026 flugtauglich sein soll. Ein Start wird frühestens 2027 angestrebt, um die Beobachtungsfenster des Laser‑Interferometer‑Gravitations‑Wellen‑Observatoriums optimal zu nutzen. Damit soll die Wahrscheinlichkeit erhöht werden, gleichzeitig Gammastrahlen und Gravitationswellen von Neutronenstern‑Kollisionen zu messen – ein Ereignis, das bislang nur einmal beobachtet wurde.
Kooperationen und Programmzugehörigkeit
Das Projekt wird vom Marshall Space Flight Center geleitet und arbeitet mit dem U.S. Naval Research Laboratory, der University of Alabama Huntsville, der Universities Space Research Association sowie dem Space Flight Laboratory der University of Toronto zusammen. StarBurst ist Teil des NASA‑Astrophysics‑Pioneers‑Programms, das kostengünstige, kompakte Missionen zur Erforschung grundlegender astrophysikalischer Fragen unterstützt.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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