Die NASA hat mit dem Imaging X-ray Polarimetry Explorer (IXPE) das Magnetfeld des Pulsars PSR J1101‑6101 im sogenannten Lighthouse‑Nebula zum ersten Mal direkt gemessen. Die zugehörige Bildkomposition wurde am 9. Juli 2026 veröffentlicht, während die Ergebnisse gleichzeitig im Astrophysical Journal erschienen sind.
Hintergrund zum Pulsar
Der Pulsar PSR J1101‑6101 ist ein schnell rotierender Neutronenstern, der ein extrem starkes Magnetfeld besitzt. Er befindet sich im Überrest einer Supernova, der häufig als Lighthouse‑Nebula bezeichnet wird, weil die Strahlung des Pulsars ein charakteristisches Leuchtturm‑Muster erzeugt.
Messmethodik
IXPE erfasst die Polarisation von Röntgenstrahlen, wodurch die Orientierung des Magnetfelds direkt bestimmt werden kann. Die Messungen wurden zusammen mit Daten des Chandra‑Observatoriums (X‑Ray, violett) und des Australia Compact Telescope Array (Radio, grün) zu einem mehrfarbigen Bild kombiniert.
Ergebnisse der Analyse
Die Auswertung zeigt eine komplexe Magnetfeldstruktur, die sich teilweise entlang der Rotationsachse des Pulsars erstreckt. Laut einer Mitteilung der NASA liefert die direkte Messung neue Hinweise darauf, wie Magnetfelder in Pulsar‑Wind‑Nebeln organisiert sind.
Bedeutung fĂĽr die Astrophysik
Die Möglichkeit, Magnetfelder von Pulsaren unmittelbar zu messen, eröffnet Forschern neue Wege, theoretische Modelle zu prüfen und zu verfeinern. Die Ergebnisse können das Verständnis von Teilchenbeschleunigung und Strahlungsprozessen in extremen astrophysikalischen Umgebungen vertiefen.
Kooperation und Bildbearbeitung
Die Studie wurde von Wissenschaftlern verschiedener Institutionen durchgeführt, darunter das NASA‑Center für Weltraumforschung, das Stanford‑Universitätslabor, das CSIRO‑ATNF und das Massachusetts Institute of Technology. Die Bildverarbeitung erfolgte durch das Chandra‑X‑Ray‑Center und das Smithsonian Astrophysical Observatory.
Ausblick
IXPE soll kĂĽnftig weitere pulsarische und hochenergetische Quellen untersuchen, um die Rolle von Magnetfeldern im Universum umfassender zu kartieren. Die gewonnenen Daten werden voraussichtlich die Forschung zu kosmischen Magnetfeldern nachhaltig beeinflussen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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