USA: NASA bestätigt erste Magnetar-Messung
Forscher der NASA haben erstmals Messungen an einem Magnetar durchgeführt, die zeigen, dass das Vakuum sich wie seit 90 Jahren theoretisch vorhergesagt verhält. Die Ergebnisse wurden am Mittwoch in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.
Hintergrund zu Magnetaren
Magnetare sind stark magnetisierte Neutronensterne, deren extremen Felder physikalische Effekte hervorrufen, die im Labor nicht reproduzierbar sind. Seit über einem Jahrhundert sagen Theoretiker, dass das leere All unter solchen Bedingungen virtuelle Teilchen erzeugen kann.
Das Team nutzte das NICER‑Instrument an der Internationalen Raumstation, um hochenergetische Photonen von Magnetar SGR 1935+2154 zu erfassen. Die Daten zeigten ein plötzliches Ansteigen der X‑Ray‑Emission, das mit den Vorhersagen übereinstimmt.
Interpretation der Ergebnisse
Laut den beteiligten Wissenschaftlern bestätigt die Beobachtung die Quantenelektrodynamik im Vakuum, ein zentraler Baustein der modernen Physik. Die Analyse wurde von einem internationalen Konsortium überprüft.
Die direkte Beobachtung liefert neue Einblicke in das Verhalten von Materie und Feldtheorien unter extremen Bedingungen und könnte zukünftige Modelle von Sternexplosionen und Gravitationswellen beeinflussen.
Zukünftige Forschung
Das Team plant, weitere Magnetare mit NICER und zukünftigen Observatorien zu untersuchen, um die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse zu prüfen und mögliche Variationen zu erfassen.
Die Veröffentlichung in Nature unterstreicht das wachsende Interesse an hochenergetischer Astrophysik und die Rolle von staatlich geförderten Raumfahrtprogrammen bei grundlegender Forschung.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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