NASA hat mit dem Imaging X‑ray Polarimetry Explorer (IXPE) das Magnetfeld des Pulsars PSR J1101‑6101, der im sogenannten Lighthouse‑Nebula liegt, erstmals direkt gemessen. Die Messung liefert neue Erkenntnisse über die physikalischen Prozesse in pulsarischen Windnebeln.
Instrumente und Messmethodik
Die Messungen kombinierten Daten des IXPE mit Beobachtungen des Chandra‑Röntgenteleskops. IXPE ermöglichte die Bestimmung der Polarisation von Röntgenstrahlen, wodurch Rückschlüsse auf die Orientierung und Stärke des Magnetfeldes gezogen werden konnten. Chandra lieferte hochauflösende Bilddaten, die die räumliche Struktur des Nebels abbilden.
Eigenschaften des Pulsars
Der Pulsar PSR J1101‑6101 ist ein schnell rotierender Neutronenstern, der mit einer Rotationsperiode von rund 62 ms und einer geschätzten magnetischen Feldstärke von etwa 10¹³ Gauss klassifiziert wird. Er treibt einen energiereichen Jet, der den Namen „Lighthouse“ aufgrund seiner leuchtenden Struktur erhalten hat.
Bedeutung der Messung
Die direkte Bestimmung des Magnetfeldes stellt einen Fortschritt gegenüber früheren indirekten Schätzungen dar. Forscher betonen, dass die Ergebnisse das Verständnis von Teilchenbeschleunigung und Strahlungsmechanismen in pulsarischen Nebeln vertiefen könnten.
Weitere Beobachtungen
Zusätzlich zu den Röntgendaten wurden Radiobeobachtungen des Australia Telescope Compact Array (ATCA) und optische Aufnahmen aus dem 2MASS‑Survey integriert. Die Kombination verschiedener Wellenlängen ermöglicht ein umfassendes Bild des Nebels und seiner Umgebung.
Ausblick
Die Wissenschaftler planen, weitere Pulsare mit IXPE zu untersuchen, um zu prüfen, ob die hier beobachteten Magnetfeldcharakteristika allgemein gelten. Langfristig könnte dies zur Verfeinerung theoretischer Modelle der Magnetosphäre von Neutronensternen beitragen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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