NASA plant das Ende des Earth Observer Newsletters und den Ausstieg aus drei EOS‑Satelliten
NASA hat angekündigt, dass der Newsletter „The Earth Observer“ zum Jahresende 2025 seine Online‑Ausgaben einstellen wird. Gleichzeitig plant die Behörde, die drei Flaggschiff‑Satelliten des Earth Observing System (EOS) – Terra, Aqua und Aura – bis spätestens Ende 2026 stillzulegen.
Hintergrund des Newsletters und des EOS
Der Newsletter wurde im März 1989 erstmals veröffentlicht und diente über mehr als 36 Jahre als Informationsbrücke zwischen der NASA‑Earth‑Science‑Division, den EOS‑Datenzentren und der internationalen Forschungsgemeinschaft. In dieser Zeit dokumentierte er die Entwicklung von Satelliten, Algorithmen und Datenprodukten, die das Verständnis des Erdklimas unterstützen.
Flaggschiff‑Satelliten und ihre Aufgaben
Terra, Aqua und Aura bilden das Rückgrat des EOS‑Programms. Terra, seit Dezember 1999 im Orbit, trägt fünf Instrumente – MODIS, CERES, MISR, ASTER und MOPITT – und liefert Daten zu Atmosphäre, Kohlenstoffkreislauf, Ökosystemen und Energiehaushalt. Aqua, gestartet 2002, fokussiert auf Wasserkreislaufmessungen, während Aura, seit 2004, primär die Atmosphäre und die Ozonschicht beobachtet. Alle drei Satelliten haben ihre geplante Lebensdauer von sechs Jahren deutlich überschritten und operieren mittlerweile seit über 26 Jahren.
Messgrößen und wissenschaftliche Kategorien
Ursprünglich definierten EOS‑Planer 24 kritische Messgrößen, die in fünf übergeordnete Kategorien eingeteilt wurden: Atmosphäre, Ozean, Land‑/Kryosphäre, Strahlungs‑/Energiebilanz und feste Erde. Diese Kategorien umfassen Parameter wie Aerosole, Ozon, Ozeanfarbe, Meeresoberflächentemperatur, Bodenfeuchte, Schnee‑ und Eisbedeckung sowie Gravimetrie.
Die A‑Train‑Konstellation
Ein technischer Fortschritt ermöglichte das Fliegen mehrerer Satelliten in enger Formation, bekannt als die A‑Train‑Konstellation. Durch nahezu gleichzeitige Messungen verschiedener Instrumente entsteht ein umfassendes Bild der Atmosphäre, das die Analyse von Wolken, Strahlungsfluss und Treibhausgasen verbessert.
Entwicklungsgeschichte des EOS
Die Grundlagen für das EOS wurden 1981 von einer ad‑hoc‑Studiengruppe der NASA gelegt, die große Raumplattformen mit Shuttle‑Service vorschlug. Nach dem Challenger‑Unglück 1986 wurde das Konzept zu mehreren mittelgroßen Satelliten umgearbeitet, was schließlich zu den heutigen Flaggschiffen führte. Die ersten Ankündigungen und Ausschreibungen erfolgten 1988, und die erste Ausgabe des Newsletters informierte bereits 1990 über die Nutzung des World Wide Web für den Datenaustausch.
Ausblick
Mit dem geplanten Abschluss des Newsletters und der Abschaltung der Flaggschiff‑Satelliten steht die NASA an einem Wendepunkt. Die Behörde betont, dass die gesammelten Daten weiterhin über das EOS‑Daten‑ und Informationssystem (EOSDIS) zugänglich bleiben und zukünftige Missionen die Lücke schließen werden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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