USA: NASA plant Start des Nancy‑Grace‑Roman‑Weltraumteleskops im August 2026NASA wird am 30. August 2026 das Nancy‑Grace‑Roman‑Weltraumteleskop mit einer SpaceX‑Falcon‑Heavy‑Rakete vom Launch Complex 39A am Kennedy Space Center in Florida in den Orbit bringen. Das Teleskop soll im zweiten Sonnen‑Erde‑Lagrange‑Punkt (L2) stationiert werden und dort großflächige Infrarotbeobachtungen des Universums durchführen. Ziel ist es, zentrale Fragen zu dunkler Energie, dunkler Materie und Exoplaneten zu beantworten.
Orbit und Lagrange‑Punkt
Der Beobachter wird etwa 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt im L2‑Punkt positioniert, einem gravitativen Gleichgewichtspunkt, der minimale Treibstoffaufwendungen für die Lagekontrolle erfordert. Diese Lage ermöglicht ungestörte Sicht auf das tiefe Universum.
Instrumente und Beobachtungsfähigkeiten
Das Teleskop verfügt über ein 2,4 Meter‑großes Primärspiegel, das das Licht zu zwei wissenschaftlichen Instrumenten leitet: dem Wide‑Field‑Instrument, einer 300‑Megapixel‑Infrarotkamera, und dem Coronagraph‑Instrument, das Sternenlicht blockiert, um schwache Begleitplaneten sichtbar zu machen. Beide Instrumente arbeiten im Infrarot‑Spektrum, das durch Staub hindurchsehen kann.
Dunkle Energie
Etwa 68 % der Gesamtenergie des Universums entfallen auf dunkle Energie, die für die beschleunigte Expansion des Kosmos verantwortlich ist. Das Teleskop wird durch Messungen von fernen Galaxien und Supernovae präzise Daten liefern, um die zeitliche Entwicklung dieses Drucks zu untersuchen.
Dunkle Materie
Die unsichtbare Gravitationskraft, die als dunkle Materie bezeichnet wird, hält galaktische Strukturen zusammen. Das Teleskop wird die Verteilung von Galaxienhaufen über kosmische Zeitskalen hinweg kartieren, um zwischen schweren, langsam bewegenden Teilchen und leichten, schnelleren Teilchen als Kandidaten zu unterscheiden.
Exoplaneten
Mit dem Coronagraph‑Instrument kann das Teleskop Planeten erkennen, die bis zu einer Milliarde Mal schwächer als ihr Wirtsstern sind. Dadurch sollen neue Exoplaneten, insbesondere in habitablen Zonen, entdeckt werden, was die Suche nach erdähnlichen Welten vorantreibt.
Hintergrund: Nancy Grace Roman
Nancy Grace Roman war die erste Chefastronomin der NASA und gilt als „Mutter des Hubble‑Weltraumteleskops“. Sie wurde 1925 geboren und verstarb 2018. Ihr Beitrag zur Entwicklung von Weltraumteleskopen ist Namensgeberin für das neue Observatorium.
Berufliche Perspektiven bei der Mission
Die Realisierung des Teleskops erfordert Techniker, die Sensoren installieren und kalibrieren, Ingenieure, die mechanische Systeme entwerfen, und Wissenschaftler, die die Daten auswerten. Diese Berufsbilder bieten Einsteigern und Fachkräften vielfältige Karrieremöglichkeiten im Bereich Raumfahrt und Astrophysik.Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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