USA: NASA-Programm verbindet Wissenschaft und indigenes Wissen zur Untersuchung der KĂĽstenerosion
Projektstart und Zielsetzung
Im Frühjahr 2025 startete das Science Activation‑Programm der NASA in Zusammenarbeit mit der Passamaquoddy‑Reservation Sipayik in Downeast Maine ein Bildungsprojekt, das westliche Wissenschaft mit indigenem Wissen verknüpfen sollte, um die fortschreitende Küstenerosion zu untersuchen. Neun fünfte‑Klassen‑Studenten arbeiteten über fünf Wochen daran, Veränderungen ihrer Heimatküste zu dokumentieren.
Hintergrund der Region
Die Gemeinschaft Sipayik, seit Generationen vom Meer geprägt, sieht sich seit Jahren mit beschleunigtem Küstenverlust konfrontiert. Historische Daten zeigen, dass seit 1942 erhebliche Landflächen an das Meer abgegeben wurden, was die Dringlichkeit lokaler Anpassungsstrategien erhöht.
Entstehung des Vorhabens
Im Sommer 2023 inspirierten ein Workshop in Fairbanks, Alaska, und das Arctic‑and‑Earth‑Signs‑Projekt des SciAct‑Teams das Learning‑Ecosystems‑Northeast (LENE), Partnerschaften mit indigenen Führungspersonen und Wissenschaftlern zu etablieren, um die Frage zu klären, welche Bedeutung die Erosion für bereits betroffene Gemeinschaften hat.
BildungsmaĂźnahmen
Während des Unterrichts besuchten die Studenten Feldstandorte, hörten Älteste zu, die Erinnerungen an frühere Küstenlinien teilten, und nutzten diese Erzählungen, um aktuelle Hochwasserlinien zu vermessen. Sie bauten Erosionsbehälter aus einfachen Materialien, verglichen Luftbilder von 1942 bis 2023, setzten 300‑jährige Stammeskarten in Beziehung zu zukünftigen Hochwasserprojektionen und analysierten NASA‑Satellitenbilder.
Ergebnisse und Präsentation
Im Juni 2026 präsentierten die Studenten ihre Erkenntnisse am Gulf of Maine Research Institute vor Wissenschaftlern, Mitarbeitern und REU‑Praktikanten. Während der anschließenden Fragerunde betonte ein Student, dass die gezeigten Karten nicht nur Karten, sondern NASA‑Satellitenbilder seien, was die Verbindung von traditionellem Wissen und moderner Fernerkundung unterstreiche.
Ausblick und Weiterentwicklung
Das Projekt plant, weitere Älteste einzubeziehen, zusätzliche Feldstandorte zu erschließen, sprachliche und kulturelle Verbindungen zu stärken, die Ergebnisse mit anderen indigenen Jugendlichen zu teilen und in Zusammenarbeit mit Stammesführern Maßnahmen zur Marschen‑Restaurierung zu entwickeln. Alle befragten Studenten erklärten, dass sie ihre Studien in diesem Themenfeld fortsetzen wollen.Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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