Hintergrund der sporadischen E‑Schichten
Spurartige metallhaltige Wolken in der Ionosphäre, die aus verglühten Meteoritentrümmern entstehen, liegen etwa 60 Meilen (100 km) über der Erde und können Radiowellen reflektieren.
Mission und Messinstrumente
Am 24. August 2022 startete von der Wallops Flight Facility in Virginia ein suborbitaler Forschungsrakete, die als SpEED Demon bezeichnet wird. Die Rakete setzte vier Dropsonden frei, die zusammen mit dem Hauptpayload an fünf Punkten gleichzeitig Messungen durchführten.
Ergebnisse und strukturelle Erkenntnisse
Die gewonnenen Daten zeigten, dass die Schicht nicht homogen, sondern durch turbulente Winde strukturiert ist; Anzeichen für Kelvin‑Helmholtz‑Wirbel deuten darauf hin, dass die Schicht in zwei Spitzen aufgeteilt war.
Auswirkungen auf Kommunikation
Spurartige E‑Schichten können GPS‑Signale und Langstreckenfunk stören, weil sie Radiowellen zurück zur Erde reflektieren. Die neuen Messungen ermöglichen genauere Modelle zur Vorhersage solcher Störungen.
Weiterführende Forschung
Das Mehrpunkt‑Messverfahren wurde bereits bei Sonnenfinsternissen 2023 und 2024 eingesetzt und 2025 von einer Weiterentwicklung namens SEED von den Kwajalein‑Atollen aus gestartet. Weitere Publikationen sind in Vorbereitung.
Schlussbemerkung
Die Kombination aus Mehrpunkt‑Raketenmessungen und bodengebundenen Beobachtungen soll das Verständnis der ionosphärischen Spiegelmechanismen abschließen, so erklärt der Missionsleiter.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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