Am 13. April 2026 (Sol 4865) hat das NASA‑Roverteam ein Bild mit der rechten Navigationskamera aufgenommen, das die aktuelle Lage des Fahrzeugs am Rand des etwa 10‑Meter‑ (33‑Fuß‑) breiten Antofagasta‑Krater zeigt.
Sandfüllung im Antofagasta‑Krater
Der Krater wirkte zunächst frisch und tief, jedoch war der Kraterboden von dunklem, welligem Sand bedeckt, das die interessanten Gesteinsschichten verdeckte. Einige Gesteinsaussetzungen oberhalb der Sanddecke könnten theoretisch vor Strahlung geschützt gewesen sein, doch ein Ansatz von der Kraterkante aus hätte einen ungünstigen Winkel erfordert, der die Probenabgabe an die Instrumente verhindert hätte.
Entscheidung gegen Bohrung
Das Team entschied, nicht im oder um den Krater zu bohren, weil das Risiko bestand, das Fahrzeug im lockeren Sand zu verfangen. Auch die Untersuchung benachbarter Felsblöcke ergab keine eindeutigen Hinweise auf tieferliegende Schichten, sodass ein Bohrversuch als zu unsicher bewertet wurde.
Alternative Arbeitsbereiche
Stattdessen konzentrierte sich das Team auf das umgebende Arbeitsfeld, das reich an interessanten Grundgesteinen mit polygonalen Strukturen ist. Geplante Maßnahmen umfassen detaillierte Bildgebung des Kraterrandes, APXS‑Geochemie, MAHLI‑Nahaufnahmen und ChemCam‑LIBS‑Analysen der polygontragenden Gesteine.
Planung des nächsten Bohrziels
Ohne Bohrung im Antofagasta‑Krater richtete das Team die Aufmerksamkeit auf ein neues Bohrziel, das als „Atacama“ bezeichnet wird. Das Ziel liegt auf einem repräsentativen Block vor dem Rover, der in Sol 4870 entdeckt wurde. Vorläufige APXS‑, MAHLI‑ und ChemCam‑Messungen sollen die Eignung des Blocks prüfen, bevor ein Pre‑Load‑Test durchgeführt wird.
RĂĽckblick auf frĂĽhere Bohrkampagnen
Die letzte typische Bohraktion in den geschichteten Sulfatgesteinen war die „Mineral‑King“-Kampagne im Februar/März 2024, die etwa 150 Meter (492 Fuß) tiefer lag. Diese Erfahrung dient als Vergleich für die geplante Messung der Schichten oberhalb der Boxwork‑Einheiten.
Weitere Messungen und Ausblick
Zusätzlich zu den Bohrvorbereitungen überwacht das Team weiterhin die aktuelle Marsumgebung, einschließlich Staubteufel‑Aktivität, atmosphärischer Trübung und Wolkenbildung. Die Kombination aus geochemischen Analysen und Umweltbeobachtungen soll das Verständnis der regionalen Geologie vertiefen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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