Start und wissenschaftliche Ziele
Ein neuer Beobachter des Weltalls wird am Sonntag, dem 30. August, von der NASA ins All geschickt. Das Nancy‑Grace‑Roman‑Space‑Telescope soll zentrale Fragen zu dunkler Energie, dunkler Materie, Exoplaneten und zur Entstehung von Galaxien beantworten. Nach Angaben der NASA wird das Observatorium mit einem Wide‑Field‑Instrument hochauflösende Aufnahmen im optischen und nah‑infraroten Bereich liefern.
Beitrag des Ames Research Centers
Forscher des NASA‑Ames‑Research‑Centers in Kalifornien stellen Software‑ und Hardware‑Lösungen bereit, die die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit des Teleskops erhöhen. Das von Ames entwickelte Programm ROSALIA (Roman Sky Analyst for Low Surface Brightness Imaging and Astronomy) sagt störendes Licht vorher und entfernt es aus den Aufnahmen, wodurch die Bildqualität deutlich steigt.
Glare‑Reduktion durch ROSALIA
Strahlende Streulichtquellen, die innerhalb des optischen Systems des Teleskops entstehen, können falsche Bildartefakte erzeugen. ROSALIA ermöglicht es Wissenschaftlern, Beobachtungspläne so anzupassen, dass solche Glanzlichter vermieden werden. Zusätzlich werden diffuse Hintergründe wie das zodiacale Licht, das durch Sonnenlicht gestreutes interplanetarisches Staubmaterial entsteht, herausgefiltert, sodass schwache Strukturen an den Rändern von Galaxien sichtbar werden.
Multi‑Star‑Wavefront‑Control für die Coronagraph‑Instrumente
Ein zweites Instrument, das Roman‑Coronagraph, soll Planeten um mehrere Sterne gleichzeitig abbilden. Das von Ames entwickelte Multi‑Star‑Wavefront‑Control (MSWC) kombiniert spezielle Masken und Software, um das Licht mehrerer Sterne zu unterdrücken. Durch diese Technologie können Exoplaneten in Doppel‑ und Dreifachsternsystemen, etwa im Alpha‑Centauri‑System, beobachtet werden.
Alpha Centauri als Testfeld
Das nächste Mehrsternsystem zur Erde, Alpha Centauri, liegt nur vier Lichtjahre entfernt und besteht aus einem Doppelsternpaar und Proxima Centauri. Während bislang keine bestätigten Planeten um die Sonnenähnlichen Sterne gefunden wurden, hat das James‑Webb‑Teleskop einen Kandidaten im habitablen Bereich von Alpha Centauri A identifiziert. Das MSWC‑Team von Ames arbeitet an den erforderlichen Beobachtungsmodi, um solche Kandidaten zu bestätigen.
Unterstützung durch Advanced Supercomputing
Die Abteilung für Advanced Supercomputing am Ames‑Standort liefert Datenpipelines und Simulationswerkzeuge, die die Missionsentwicklung begleiten. In Zusammenarbeit mit dem MSWC‑Team wurden Hochleistungs‑Computing‑Tools entwickelt, die die Machbarkeit der Multi‑Star‑Technik prüfen und optimieren.
Weiterführende Informationen
Weitere Details zur Mission und zu Medienressourcen finden Interessierte auf den offiziellen NASA‑Webseiten. Medienvertreter können das NASA‑Ames‑Newsroom kontaktieren, um weiterführende Materialien zu erhalten.Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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