Ziel der Tests
Ein Team des Langley Research Center in Hampton, Virginia, hat eine Reihe von Plasmastrahl‑Interaktionstests in einer 60‑foot‑großen Sphärischen Vakuumkammer gestartet, um die Auswirkungen von Triebwerksplumen auf Mondstaub, -boden und -gestein zu untersuchen. Die Messungen sollen die Sicherheit von Landern und die Planung zukünftiger Missionen verbessern.
Erste Testreihe
Im ersten Durchlauf wird ein von der Stennis Space Center entwickelte Ethan‑Plasmastrahlanlage eingesetzt, die maximal etwa 100 Pfund Schub erzeugt. Die Düse wird in einen etwa sechs‑und‑ein‑halb Fuß Durchmesser großen, einen Fuß tiefen Behälter mit simuliertem Mondregolith (Black Point‑1) abgefeuert.
Messinstrumente
Verschiedene Sensoren, darunter ein Stereo‑Kamerasystem für Lunar Plume Surface Studies, erfassen die Entstehung von Kratern, den Winkel und die Höhe der Auswurf‑Schicht, die räumliche Verteilung fester Partikel und die Geschwindigkeit der Regolith‑Teilchen während der etwa sechs Sekunden dauernden Testläufe.
Zweite Testreihe
Später im Jahr wird eine zweite Testreihe mit einem 14‑Zoll‑großen, 3‑D‑gedruckten Hybrid‑Raketenmotor durchgeführt, der rund 35 Pfund Schub liefert. Der Motor, entwickelt an der Utah State University, kombiniert festen Treibstoff mit einem Sauerstoffstrom, um einen heißen Ausstoß zu simulieren, der in verschiedenen Höhen über dem Regolith‑Behälter gezündet wird.
Modularität und Mars‑Perspektive
Die Testanlage ist modular aufgebaut und kann leicht auf Mars‑Simulationen umgerüstet werden, indem das Mondregolith‑Simulant durch ein sandähnliches Mars‑Simulant ersetzt wird. Druckverhältnisse lassen sich anpassen, um die dünnere Atmosphäre des Roten Planeten nachzubilden.
Aussagen von Projektverantwortlichen
„Das Verständnis der Physik von Plasmastrahl‑Interaktionen ist entscheidend für die Sicherheit von Besatzungen und den Erfolg von Missionen“, erklärt Ashley Korzun, Testleiter bei NASA Langley. Daniel Stubbs, Ingenieur im Human Landing Systems‑Team, betont, dass die gewonnenen Daten für die Validierung von Modellen unverzichtbar seien.
Bedeutung für Artemis
Die Ergebnisse fließen in die Vorbereitung der Artemis‑IV‑Mission 2028 und in die langfristige Planung einer Mondbasis ein. Sie unterstützen zudem die Entwicklung von Systemen für zukünftige bemannte Marsmissionen.Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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