NASA-Studie unterstützt neue subkutane Krebsmedikamenten-Formulierung
Die NASA hat auf der Internationalen Raumstation (ISS) Forschungsergebnisse erzielt, die zur Zulassung einer neuen subkutanen Form von Pembrolizumab, einem Krebsmedikament von Merck, durch die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) im September geführt haben. Die Erkenntnisse basieren auf Kristallisationsstudien in der Mikrogravitation, die die Partikelgröße und -struktur für die Injektion optimierten.
Zusammenarbeit mit Merck
In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern von Merck wurde das Protein‑Kristallisations‑Facility (PCF) auf der ISS eingesetzt, um ein monoklonales Antikörper‑Protein zu züchten, das in Pembrolizumab verwendet wird. Die Mikrogravitation ermöglichte das Wachstum größerer und einheitlicher Kristalle, was die Entwicklung einer Formulierung für die subkutane Injektion erleichterte.
FDA‑Zulassung und Nutzen für Patienten
Die FDA hat die neue subkutane Injektionsform im September genehmigt. Im Vergleich zur intravenösen Infusion, die bis zu zwei Stunden dauern kann, lässt sich die Injektion in etwa einer Minute verabreichen und wird alle drei Wochen wiederholt. Nach Angaben der FDA soll diese Methode die Behandlungszeit für Patienten und medizinisches Personal deutlich reduzieren.
Technische Ergebnisse aus dem Weltraum
UV‑Aufnahmen von Proben, die im Weltraum und auf der Erde hergestellt wurden, zeigen, dass die Kristalle aus der Mikrogravitation eine deutlich gleichmäßigere Größe und Verteilung besitzen. Diese Daten halfen den Forschern, die Produktion von kristallinen Suspensionen auf der Erde zu verfeinern, die für die subkutane Formulierung erforderlich sind.
Langfristige Forschung seit 2014
Seit 2014 führt Merck regelmäßig Kristallisationsversuche auf der ISS durch, um das Verhalten von monoklonalen Antikörpern unter Bedingungen ohne Schwerkraft zu untersuchen. Ziel ist es, Kristalle zu erzeugen, die sich leicht in Flüssigkeit auflösen und somit für Injektionen geeignet sind.
Auswirkungen auf die Medizin und Raumfahrt
Die Ergebnisse verdeutlichen, wie das Fehlen von Schwerkraft die Kristallbildung beeinflusst und damit die Entwicklung von Medikamenten verbessert. Laut NASA trägt die Forschung auf der ISS nicht nur zur Verbesserung von Therapien auf der Erde bei, sondern stärkt auch die kommerzielle Wirtschaft im niedrigen Erdorbit und unterstützt die Vorbereitung von Astronauten auf zukünftige Missionen zum Mond und Mars.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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