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NASA‑TEMPO beobachtet Tagesverlauf von Stickstoffdioxid und Ozon im Nordost‑USA
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AI GENERATED 11.06.2026 • 08:25 Umwelt, Energie und Ressourcen

NASA‑TEMPO beobachtet Tagesverlauf von Stickstoffdioxid und Ozon im Nordost‑USA

USA: NASA‑TEMPO beobachtet Tagesverlauf von Stickstoffdioxid und Ozon im Nordost‑USA

Am 18. Mai 2026 hat die NASA mit ihrem Satelliten‑Instrument TEMPO (Tropospheric Emissions: Monitoring of Pollution) hohe Konzentrationen von Stickstoffdioxid (NO₂) während des morgendlichen Berufsverkehrs entlang der New‑York–Washington‑Korridor gemessen. Zur gleichen Zeit zeigte das Instrument eine deutliche Abnahme des Gases am Nachmittag, während die bodennahe Ozonkonzentration anstieg.

Hintergrund der Messungen

Die Messungen erfolgten von einem geostationären Orbit in etwa 35.000 km Höhe, was stündliche Beobachtungen über das gleiche Gebiet ermöglicht. Im Vergleich zu früheren polarumlaufenden Sensoren wie OMI und TROPOMI, die nur einmal täglich Daten lieferten, liefert TEMPO seit 2023 Daten in einem stündlichen Rhythmus.

Wissenschaftliche Einschätzung

Hazem Mahmoud, Atmosphärenwissenschaftler am NASA Atmospheric Science Data Center, erklärte, dass die morgendlichen NO₂‑Spitzen vor allem vom Fahrzeugverkehr stammen und durch photochemische Reaktionen im Tagesverlauf in Ozon umgewandelt werden. Der Rückgang des NO₂ am Nachmittag sei ein Hinweis darauf, dass die Sonnenstrahlung die Bildung von Ozon aus NO₂, flüchtigen organischen Verbindungen und Sauerstoff beschleunige.

Gesundheitswarnungen

Am 17. Mai 2026 hatte das New‑York‑Gesundheitsamt aufgrund einer bevorstehenden Hitzewelle eine orangefarbene Ozon‑Gesundheitswarnung ausgesprochen. Die Warnung richtete sich an junge Menschen, ältere Erwachsene sowie an Personen, die im Freien arbeiten oder Sport treiben. Am folgenden Tag erreichten die bodennahen Ozonwerte laut bodengebundener Sensoren ungesunde Werte für empfindliche Gruppen.

Vertikale Ozonverteilung

Zusätzlich zu den NO₂‑Messungen erfasst TEMPO auch Ozon. Die Kombination mit bodengestützten Lidar‑Messungen (TOLNet) zeigte, dass das am 18. Mai gemessene Ozon überwiegend in der unteren Troposphäre entstand, während am 19. Mai ein höheres Ozon‑Band aus etwa 5 km Höhe nach unten transportiert wurde – ein Hinweis auf mögliche Stratosphären‑Intrusionen.

Bedeutung fĂĽr Modellierung und Vorhersage

Die hochauflösenden Daten von TEMPO unterstützen die Verbesserung von Luftqualitäts‑Modellen, die sowohl städtische Emissionen als auch natürliche Faktoren wie Wind, Luftfeuchtigkeit und Temperatur berücksichtigen. Genauere Modelle können frühzeitige Warnungen ermöglichen und damit die Planung von Schulen, Sportveranstaltungen und anderen Aktivitäten beeinflussen.

WeiterfĂĽhrende Informationen

Die aktuellen Beobachtungen stehen in nahezu Echtzeit über das NASA Worldview‑Portal, ein interaktives Tool des Harvard‑Smithsonian‑Zentrums und das NASA‑Earthdata‑Portal zur Verfügung. Interessierte können die einzelnen Bilddaten zu NO₂ (7:05 Uhr und 15:05 Uhr) sowie Ozon (17:05 Uhr) herunterladen.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).

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