USA: NASA testet Artemis-Hardware gegen Mondstaub
Ingenieure am Johnson Space Center in Houston prüfen derzeit kritische Komponenten des Artemis-Programms, um sicherzustellen, dass sie den harschen Bedingungen auf dem Mond standhalten. Dabei wird insbesondere die Wirkung von Mondstaub auf Geräte und Anzüge untersucht.
Das Lunar Development and Test Facility (LDTF) bietet dafür eine Reihe von Simulationsumgebungen, darunter eine 3‑Fuß‑Würfel‑Vakuumkammer und eine 15‑Fuß‑Thermal‑Vakuumkammer, in denen ein regolithähnlicher Staub verwendet wird.
Testverfahren und Technologie
Im Rahmen der Tests kommt das Handheld Lunar Electrostatic Dust Mitigation (LEDM)-Werkzeug zum Einsatz, das elektrostatische Kräfte nutzt, um feinen Staub von Oberflächen zu entfernen. Das Gerät wird in einer geschlossenen Stickstoffumgebung betrieben, die den niedrigen Druck und die Temperatur des Mondes nachbildet.
Zusätzlich evaluieren die Ingenieure, wie Raumanzüge, mechanische Bauteile und bewegliche Gelenke auf den abrasiven Staub reagieren. Ziel ist es, mögliche Schäden zu identifizieren und Gegenmaßnahmen zu entwickeln, bevor die Astronauten im Rahmen zukünftiger Artemis‑Missionen auf der Mondoberfläche arbeiten.
Weiterführende Forschungsziele
Mike Salinas, stellvertretender Leiter der Propulsion‑ und Power‑Division, betont, dass das Facility nicht nur Staubschutz, sondern auch Ressourcengewinnung aus dem Regolith ermöglicht. „Wir entwickeln Techniken, um Sauerstoff aus Mondstaub zu extrahieren, der sowohl für die Lebenserhaltung als auch für Raketentreibstoff genutzt werden kann“, erklärt er.
Die Einrichtung umfasst zudem ein Labor für Staubkontrolle und -vorbereitung, das Tests unter realistischen Bedingungen ermöglicht. Durch den Einsatz von Regolithsimulant können Ingenieure die Leistung von Komponenten bereits in der Entwicklungsphase optimieren.
Öffentliche Zugänglichkeit
Seit 2024 steht das LDTF der Öffentlichkeit über eine interaktive 3‑D‑Virtuell‑Tour zur Verfügung, sodass Interessierte die Testumgebungen und laufenden Experimente virtuell besichtigen können. Die Tour soll das Verständnis für die technischen Herausforderungen der Mondmissionen fördern.
Das Facility ist zudem mit einem Wandgemälde von Sebastian Boileau geschmückt, das Astronauten bei der Erkundung des Mondes darstellt und die Innovationskraft der dort tätigen Ingenieure symbolisiert.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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