Ziel und Bedeutung
Im Rahmen der Artemis‑III‑Demonstrationsmission, die für 2027 geplant ist, wird die NASA zusammen mit den Unternehmen SpaceX und Blue Origin Testlandungen im Erdorbit durchführen, um die zukünftige Mondlandung im Jahr 2028 vorzubereiten.
Beteiligte Unternehmen
SpaceX setzt die neueste Version von Starship, Version 3, ein, während Blue Origin sein Blue Moon‑Mark‑2‑System testet. Beide Testartikel starten mit kommerziellen Trägerraketen; die Orion‑Crew wird hingegen mit der SLS zum niedrigen Erdorbit gebracht.
Ablauf der Testmission
Zunächst startet das Blue Origin‑Lander‑Modul, das bis zu 30 Tage im Orbit verweilen kann, um Systemchecks durchzuführen. Anschließend folgt der Start der SLS‑Rakete mit Orion. Danach wird das SpaceX‑Starship‑Lander‑Modul gestartet, um ein zweites Andockmanöver zu ermöglichen.
Andockkonzept
Orion agiert als „Chaser“ und dockt zuerst seitlich am Blue Moon‑Lander, später nose‑to‑nose am Starship‑Lander. Die jeweiligen Lander‑Systeme übernehmen die Steuerung des kombinierten Fahrzeugs während ihrer Phase, wodurch Hard‑ und Software‑Interoperabilität geprüft wird.
Technische Schwerpunkte
Beide Unternehmen haben ihre Docking‑Systeme bereits 2023 bzw. 2024 am Boden qualifiziert. Die Tests im Orbit sollen die Funktionalität von Avionik, Lebensunterstützungssystemen und Kommunikations‑Subsystemen verifizieren.
Ausblick auf zukĂĽnftige Mondlandungen
Nach Abschluss der Demonstrationsmission soll die NASA gemeinsam mit einem der beiden Anbieter eine „Dual‑Launch‑Kampagne“ für zukünftige bemannte Mondlandungen durchführen, bei der der Lander im Orbit vorpositioniert wird, bis die Besatzung mit Orion ankommt.
Stellungnahme des Programmanagers
Jeremy Parsons betont, dass die Mission ein „hoch choreografierter Tanz“ sei und die Komplexität der Startsequenz und der Missionsabläufe die bisher ambitionierteste der NASA darstelle.
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