Ein von der NASA und dem US Geological Survey (USGS) unterstütztes Feldteam hat im April 2026 im Mojave‑Desert nahe Barstow Bodenproben entnommen, um ein von einem Luftsensor erfasstes Topaz‑Signal zu verifizieren. Das Ziel ist, anhand des Fundes mögliche darunterliegende porphyrische Kupferlagerstätten zu identifizieren.
Sensorische Vorarbeit
Der Fund wurde mit dem Airborne Visible Infrared Imaging Spectrometer (AVIRIS‑5) ermittelt, einem von JPL entwickelten Bildgebungsspektrometer, das reflektiertes Sonnenlicht analysiert und mineralische Fingerabdrücke in jedem Pixel erkennt. Die Technologie, die seit den 1980er‑Jahren existiert, wird derzeit für die Erdbeobachtung eingesetzt.
GEMx‑Kampagne
Der Fund ist Teil des NASA‑USGS‑Mineralkartierungsprojekts GEMx (Geologic Earth Mapping Experiment). Seit 2023 hat das Projekt mehr als 386.000 Quadratmeilen (etwa 1 Million Quadratkilometer) im Westen der USA erfasst, wobei der Schwerpunkt auf kritischen Mineralien wie Kupfer, Molybdän und Tellur liegt.
Flugeinsatz des ER‑2
Zur Datenerhebung wird das hochfliegende Forschungsflugzeug ER‑2 eingesetzt. Zwischen dem 31. März und dem 5. Juni 2026 absolvierte das Flugzeug 26 Missionen mit über 125 Stunden Flugzeit in einer Höhe von rund 19 Kilometern. Im Jahr 2025 wurden bereits 36 Missionen mit mehr als 7 Milliarden Messungen durchgeführt.
Vor Ort im Mojave
Vor Ort nutzten die Geowissenschaftler Hammer, Handlupen und Bohrgeräte, um Gesteinsproben zu entnehmen. Die Analyse soll klären, ob das Topaz‑Vorkommen ein Indikator für ein darunterliegendes porphyrisches Kupferdeposit ist, das wirtschaftlich relevant sein könnte.
Stimmen aus dem Team
„Was wir hier machen, ist geologisches CSI“, erklärte Robert Green vom Jet Propulsion Laboratory, während er ein rotes Gesteinsstück spaltete, um das funkelnde Kernstück zu zeigen. Erik Tharalson, USGS‑Geologe, ergänzte: „Die Menschen prospektieren dieses Gebiet seit Generationen, doch es gibt noch viel zu entdecken.“
Ausblick
Die Bestätigung des Topaz‑Signals demonstriert, wie fortschrittliche Luftbildsensoren die Suche nach kritischen Mineralien beschleunigen können. Weitere Feldarbeiten und geophysikalische Untersuchungen sollen klären, ob das Mojave‑Gebiet eine wirtschaftlich nutzbare Kupferquelle birgt.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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