Am 31. Juli 2026 stellte die NASA im Rahmen der täglichen Astronomie‑Bild‑Ausgabe (APOD) ein neues Himmelsbild vor, das den dunklen Nebel „Dark Doodad“ und den gelblichen Sternhaufen NGC 4372 zeigt. Das Bild wurde von Alessandro Cipolat Bares aufgenommen und von einem Team aus Robert Nemiroff, Jerry Bonnell, Cecilia Chirenti und Keighley Rockcliffe kommentiert.
Ein Blick auf den Dark Doodad Nebel
Der Dark Doodad Nebel ist eine staubige interstellare Wolke, die am Südhimmel in Richtung des Sternbildes Musca (die Fliege) zu finden ist. Er liegt südlich des Coalsack‑Nebels und des Kreuz des Südens und erstreckt sich über etwa drei Grad am Himmel, was etwa dem Sechsfachen des Monddurchmessers entspricht.
Der Sternhaufen NGC 4372
Im südlichen Teil des Nebels, nahe seiner oberen rechten Ecke, ist der gelblich schimmernde Kugelsternhaufen NGC 4372 zu erkennen. Der Haufen gehört zum Halo der Milchstraße und befindet sich in einer Entfernung von rund 20 000 Lichtjahren, wobei er zufällig hinter dem Dark Doodad liegt.
Abstände und Größe
Der Dark Doodad selbst liegt in einer Entfernung von etwa 700 Lichtjahren von der Erde und misst über 30 Lichtjahre in seiner Ausdehnung. Damit ist er Teil des potenziell sternbildenden Musca‑Molekülwolkenkomplexes.
Namensherkunft
Der einprägsame Name „Dark Doodad“ wurde 1986 vom Astro‑Imager und Autor Dennis di Cicco geprägt, als er den Kometen Halley vom australischen Outback aus beobachtete.
Technische Details und Veröffentlichung
Das Bild wurde im Rahmen des APOD‑Dienstes veröffentlicht, einer Initiative von ASD bei NASA/GSFC, NASA Science Activation und der Michigan Technological University. Die tägliche Veröffentlichung richtet sich an Fachleute und Hobby‑Astronomen, die das Bild sowie die begleitende Erklärung eines professionellen Astronomen erhalten.
Bedeutung für Amateurastronomen
Durch die klare Silhouette und die relativ geringe Entfernung ist der Dark Doodad ein attraktives Ziel für Beobachtungen mit Ferngläsern und kleinen Teleskopen. Der begleitende Sternhaufen NGC 4372 bietet zusätzlich ein interessantes Untersuchungsobjekt für die Sternhaufenforschung.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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