Entwurf fĂĽr Angebot verfĂĽgbar
Der Draft Request for Proposal (DRFP) für das Landsat‑10‑Satellitenprojekt ist seit dem 18. Mai 2026 auf SAM.gov einsehbar. Interessierte Anbieter können bis zum 2. Juni 2026 Kommentare zu allen Aspekten des Entwurfs einreichen. Der abschließende Request for Proposal soll Ende Juni 2026 veröffentlicht werden, die Angebotsfrist folgt etwa 30 Tage später.
Ziel und Partnerschaft
Der Auftrag sieht die vollständige Auslegung, Fertigung und Testung des Satellitenbusses vor und beinhaltet die Integration des von der US‑Regierung bereitgestellten Landsat‑Instrumenten‑Pakets (LandIS). Das Projekt ist Teil der langjährigen Zusammenarbeit zwischen der NASA und dem U.S. Geological Survey (USGS), die gemeinsam multispektrale Erdbeobachtungsdaten bereitstellen.
Technische Rahmenbedingungen
Landsat‑10 wird als Class‑C‑Mission in einer sonnenÂsynchronen, nahezu polaren Umlaufbahn von 653 km Höhe betrieben. Das Design verlangt ein maximales Startgewicht von 4 000 kg, erweiterte Autonomie‑ und Fehlermanagement‑Funktionen sowie eine Mindestlebensdauer von fĂĽnf Jahren zuzĂĽglich Inbetriebnahmephase. Der Satellit soll nach Abschluss der In‑Orbit‑Tests an das USGS‑Eros‑Center ĂĽbergeben werden.
Verbesserungen gegenüber Vorgängern
Im Vergleich zu Landsat 8 und 9 bietet die neue Mission erweiterte spektrale und räumliche Auflösung, während gleichzeitig die Datenkontinuität mit dem bestehenden Archiv gesichert bleibt. Die frei verfügbaren Daten sollen Forschern, Ressourcennutzern und politischen Entscheidungsträgern weltweit ermöglichen, Umweltveränderungen langfristig zu beobachten.
Zeitrahmen und Meilensteine
Der Start von Landsat‑10 ist für das Jahr 2031 geplant. Die aktuelle Phase umfasst die Detailplanung, das Testen von Simulationsmodellen und die Vorbereitung der Integration in das Trägersystem. Nach dem Start erfolgt die In‑Orbit‑Inbetriebnahme, bevor die operative Verantwortung an das USGS übergeht.
Bedeutung fĂĽr die Erdbeobachtung
Durch die Fortsetzung der Landsat‑Reihe wird die kontinuierliche Erfassung von Land- und Küstenregionen gesichert. Die erweiterten Messfähigkeiten unterstützen Anwendungen von der Landwirtschaft über das Katastrophen‑Management bis hin zur Überwachung von städtischer Entwicklung und Waldgesundheit. Die Initiative stärkt damit die globale Fähigkeit, Umweltveränderungen präzise zu quantifizieren.Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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