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Netzwerk RAMA versorgt Barra do Turvo mit biodiverse Lebensmitteln zu fairen Preisen
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AI GENERATED 29.05.2026 • 22:25 Umwelt, Energie und Ressourcen

Netzwerk RAMA versorgt Barra do Turvo mit biodiverse Lebensmitteln zu fairen Preisen

Ein von Frauen geführtes Netzwerk von Bauern liefert monatlich rund eine Tonne vielfältiger Produkte aus dem Ribeira-Tal an Konsumenten in São Paulo, wobei die Preise unabhängig von den Schwankungen des nationalen Lebensmittelmarktes festgelegt werden.

Logistik und Sammelaktion

Jeden letzten Donnerstag des Monats fährt ein Lastwagen von der Gemeinde Barra do Turvo zur BR‑116 und sammelt Erzeugnisse von etwa 70 Landwirtinnen, die in elf Selbsthilfegruppen organisiert sind. Dabei werden Saatlinge, Mehl, Kaffee, Brot, Bohnen, Gemüse, Blattgemüse und frisches Obst in Kisten am Straßenrand bereitgestellt.

Preisgestaltung und Marktunabhängigkeit

Ein Beispiel für die Preisstrategie ist das Ei: Freilandhühner‑Eier werden für 15 BRL (ca. 2,97 USD) pro Dutzend angeboten, während Supermärkte in São Paulo für dieselbe Menge 19 BRL verlangen. Die Preise werden einmal jährlich in Versammlungen von Produzentinnen und Verbrauchergruppen festgelegt, wodurch das System von marktgetriebenen Preisanpassungen entkoppelt ist.

Natália Lobo, Technikerin des feministischen Netzwerks Sempreviva, erklärt, dass die Autonomie der lokalen Bauern gegenüber globalen Preis­schwankungen – etwa bei Stickstoffdünger – durch Eigenproduktion von Saatgut und den Austausch von Mais mit Nachbarinnen gewährleistet wird.

Soziale und ökologische Wirkung

Die Prinzipien des Netzwerks umfassen Solidarwirtschaft, Agroökologie, Ernährungssouveränität, Territoriums‑ und Gewalt‑gegen‑Frauen‑Bekämpfung. Durch gemeinschaftliche Fonds können Transportkosten für die Mutirões, medizinische Ausgaben und Notfall‑Kredite gedeckt werden.

Das Ribeira‑Tal, das sich an der Grenze zwischen den Bundesstaaten São Paulo und Paraná erstreckt, beherbergt das größte zusammenhängende Atlantikwaldgebiet Brasiliens (1,7 Millionen ha). Dort leben traditionelle Gemeinschaften, darunter Quilombola‑ und Indigenengruppen, die von den Aktivitäten des Netzwerks profitieren.

Seit der Gründung im Jahr 2015 und der offiziellen Benennung als RAMA im Jahr 2019 hat das Netzwerk keine Engpässe bei der Versorgung mit Lebensmitteln oder handwerklich verarbeiteten Produkten wie Käse, Marmelade oder Kuchen verzeichnet. Die Produktion erfolgt überwiegend in Hinterhöfen, die das ganze Jahr über Nahrung für die Familien sichern.

Durch die Kombination von kollektiver Arbeit, lokaler Wertschöpfung und politischer Selbstbestimmung gilt das Modell als Vorbild für nachhaltige Lebensmittelversorgung und die Stärkung von Frauenrechten in ländlichen Regionen.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von Global Voices, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.

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