Neue Erkenntnisse zur mittel- bis oberen Altsteinzeitlichen Transition
Deutschland: Wissenschaftler entwickeln dynamisches Modell zur Rekonstruktion der mittel- bis oberen Altsteinzeitlichen Transition
Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Yaping Shao vom Institut für Geophysik und Meteorologie der Universität Köln hat ein dynamisches Modell entwickelt, um den Übergang von der mittleren zur oberen Altsteinzeit in der Iberischen Halbinsel zu rekonstruieren.
Das Modell und seine Ergebnisse
Das Modell, das auf einer Kombination aus archäologischen, genetischen und klimatischen Daten basiert, zeigt, dass die Neandertaler (NEA) hauptsächlich in küstennahen Refugien lebten und bereits im Niedergang begriffen waren, als die modernen Menschen (AMH) ankamen.
Die Forschung legt nahe, dass das Heinrich-Ereignis 5 den Aussterben der Neandertaler durch Klimastress und demografischen Kollaps beschleunigte. Die modernen Menschen expandierten schnell in die Region Cantabria, wo sie mit den Neandertalern in Kontakt kamen, was möglicherweise zu einer Admischung von 2-6% führte.
Klimawandel und seine Auswirkungen
Das Modell zeigt auch, dass der Klimawandel eine wichtige Rolle bei der mittel- bis oberen Altsteinzeitlichen Transition spielte. Die Forscher fanden heraus, dass die AMH-Populationen sich entlang der Atlantikküste von Südfrankreich nach Cantabria und dann ins Landesinnere über die Duero-Route nach Portugal und in die zentrale Meseta bewegten.
Die Studie bietet ein umfassendes Verständnis der dynamischen Prozesse, die während der mittel- bis oberen Altsteinzeitlichen Transition abläufen, und zeigt, wie Klima, Demografie und Kultur miteinander in Beziehung stehen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0.
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