Im Sommer 2026 beginnen mehrere neue suborbitale Erdmissionen mit wissenschaftlichen Flügen, die Daten zu Wildfeuern, Luftqualität, Landwirtschaft, Gletschern und Erdrutschen liefern sollen. Die Programme verbinden Flugzeuge, Drohnen und Ballons mit Satellitenmessungen, um Lücken in bestehenden Modellen zu schließen.
INSPYRE – Feuerwolken erforschen
Das Projekt INSPYRE (Injected Smoke and PYRocumulonimbus Experiment) wird von der Naval Research Laboratory geleitet und verfolgt pyrocumulonimbus‑Wolken, die bei extremen Wildfeuern entstehen. Mit dem hochfliegenden ER‑2‑Flugzeug und dem NASA‑777‑Science‑Jet werden Infrarot‑Tracker eingesetzt, um die Entstehung und Entwicklung dieser Gewitter zu dokumentieren.
FarmFlux – Emissionen aus der Landwirtschaft messen
Die FarmFlux‑Mission, die im Jahr 2026 startet, verteilt über ein Dutzend Sensoren über landwirtschaftliche Flächen von den Great Plains bis ins Central Valley. Sie erfasst Ozon, Methan, Ammoniak und Feinstaub, um den Einfluss der Agrarwirtschaft auf Gesundheit und Klima zu quantifizieren. Das Projekt wird vom Goddard Space Flight Center gemeinsam mit Colorado State University und Boston University durchgeführt.
HAMAQ – Luftqualität in Metropolen untersuchen
Im Rahmen der Hemispheric Airborne Measurements of Air Quality (HAMAQ) werden zwei Flugzeuge – ein NASA‑P‑3B in niedriger Höhe und ein umgebauter 777‑Jet in großer Flughöhe – über Atlanta und Mexiko‑Stadt eingesetzt. Ziel ist es, die Messdaten mit Satelliteninformationen zu verknüpfen, um Vorhersagemodelle für Feinstaub und gasförmige Schadstoffe zu verbessern.
Snow4Flow – Gletscherveränderungen dokumentieren
Das Snow4Flow‑Projekt, geleitet von der University of Arizona, fliegt über Alaska, den Yukon, arktisches Kanada, Grönland und Svalbard. Mit einem modernisierten WWII‑Flugzeug, das einen Laserscanner und zwei Radare trägt, werden Oberflächen- und Tiefenprofile von Hunderten Gletschern erstellt, um deren Rückzugsgeschwindigkeit zu bestimmen.
FORTE – Flussökosysteme im arktischen Wandel
Das Frontlines of Rapidly Transforming Ecosystems (FORTE)‑Team, koordiniert von NASA Goddard und dem City College of New York, kombiniert optische und Radar‑Messungen aus Luft und Wasser, um die Wechselwirkungen von Flüssen, Lagunen und dem arktischen Ozean zu beobachten. Die Forschung wird in enger Zusammenarbeit mit lokalen und indigenen Gemeinschaften durchgeführt.
LACCE – Erdrutsch‑Dynamik analysieren
Im Landslide Change Characterization Experiment (LACCE) werden synthetische Apertur‑Radar‑Messungen von Flugzeugen mit bodengestützten Sensoren kombiniert, um die Reaktion von Hängen in Kalifornien und Alaska auf extreme Niederschläge zu untersuchen. Die Ergebnisse sollen das Verständnis von Erdrutsch‑Risiken in einer sich erwärmenden Umwelt verbessern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
Ende der Uebertragung