Eine neu entwickelte, tierfreie Testmethode ermöglicht die schnelle Quantifizierung der biologisch aktiven Konzentrationen des Follikelstimulierenden Hormons (FSH) in Serum. Die Methode basiert auf HE-293‑Zellen, die gleichzeitig den menschlichen FSH‑Rezeptor und einen cAMP‑Biosensor exprimieren, wodurch die hormoninduzierte Signalwirkung direkt gemessen werden kann.
Methodik der assay
Die Forscher kombinierten die Expression des FSHR mit einem lumineszenten cAMP‑Reporter in einer humanen Zelllinie. Nach Zugzug der Serumprobe wird die c. m. Sättigung des Rezeptors in einen lumineszenten Signalweg übersetzt, der in einer Plate‑Reader‑Analyse erfasst wird. Die Testkonstruktion zeigte eine hohe Spezifität, da keine wesentliche Kreuzreaktion mit luteinisierendem Hormon oder Testosteron beobachtet wurde.
Leistung und Validierung
Die assay demonstrierte eine lineare Reaktionslinie im Bereich von 5 mIU/mL bis 250 mIU/mL, mit einer Rekombination von 5 % und einer inter‑ und intra‑Assay-Variabilität unter 7 %. Diese Kennwerte entsprechen den Anforderungen an eine diagnostische Testmethode und ermöglichen den Einsatz in klinischen Laboren.
Anwendung auf klinische Proben
Die Anwendung der assay auf Serumproben von postmenopausalen Frauen zeigte eine starke Korrelation zwischen den konventionell gemittelten immunoreaktiven FSH‑Werten und den neu ermittelten bioaktiven Konzentrationen (r = 0,92). Dies belegt die Fähigkeit der Methode, die physiologische Hormonaktivität abzubilden.
Einfluss der Östrogentherapie
Bei einer Teilgruppe, die eine Östrogen‑Ersatztherapie erhielt, fielen sowohl die immunoreaktiven als auch die bioaktiven FSH‑Konzentrationen signifikant niedriger aus. Gleichzeitig sank das Verhältnis von bioaktiv zu immunoreaktiv, was auf
