Am 3. August 2026 hat die UNO‑Koordinierungsstelle OCHA gemeinsam mit Partnern ein 100‑Betten‑Behandlungszentrum im Osten der Demokratischen Republik Kongo eröffnet, während die Zahl bestätigter Ebola‑Fälle weiter ansteigt.
Hintergrund der Epidemie
Seit Mitte Mai wurden bis zum 30. Juli laut WHO‑Aktualisierungen 3.605 bestätigte Fälle und 1.587 Todesfälle gemeldet. In der letzten vollständigen Berichts‑Woche wurden 567 neue Fälle und 296 Todesfälle registriert – die höchsten wöchentlichen Zahlen seit Beginn des Ausbruchs.
Eröffnung des Behandlungszentrums
Das neue Zentrum verfügt über 100 Betten und ergänzt ein bereits bestehendes Transit‑Zentrum im Kigonze‑Flüchtlingslager bei Bunia. Ein OCHA‑Sprecher erklärte, dass das Zentrum die schnelle Identifizierung und Verlegung von Verdachtsfällen ermöglichen soll.
Aktuelle Fallzahlen nach Regionen
Ituri ist mit 88 % der bestätigten Fälle und 82,6 % der Todesfälle das am stärksten betroffene Gebiet. Insgesamt sind 33 von 49 Gesundheitszonen noch aktiv, wobei rund 270.000 Menschen in Vertriebenenlagern leben.
Herausforderungen bei der Bekämpfung
Carl Skau, stellvertretender Chef des Welternährungsprogramms (WFP), betonte: „Ebola verbreitet sich rasch und trifft Menschen, die bereits mit Konflikten und Hunger kämpfen.“ Das UN‑Team verwies zudem darauf, dass Unsicherheit, Vertreibung und grenzüberschreitende Bewegungen die Reaktion erschweren.
Weitere Maßnahmen und Unterstützung
Seit Dezember wurde ein erstes innovative Behandlungszentrum mit 25 Betten betrieben. WHO hat kürzlich 30 zusätzliche Betten und 38 Matratzen nach Nizi geliefert, wodurch dort die Kapazität auf 80 Betten steigt.
Ausblick
Die UNO fordert eine deutliche Skalierung der Reaktionsmaßnahmen, um die Ausbreitung einzudämmen und die Versorgung von Schwangeren zu verbessern, da das Virus laut Berichten Fehl- und Frühgeburten verursacht.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von United Nations, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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