Forscher haben ein strukturiertes, nicht‑diagnostisches Interview namens CIMI‑M entwickelt, um potenziell moralisch belastende Erlebnisse (PMIEs) und daraus resultierende moralische Verletzungen bei militärischen Veteranen zu erfassen; die erste Evaluation zeigt hohe Machbarkeit, Akzeptanz und klinische Nützlichkeit.
Hintergrund und Zielsetzung
Bislang existierte kein standardisiertes klinisches Interview, das speziell auf PMIEs und moralische Verletzungen abzielt; bisherige Erhebungen beschränkten sich meist auf papierbasierte Fragebögen.
Entwicklungsprozess
Das Interview wurde in einem iterativen, stakeholder‑informierten Verfahren erstellt, wobei Fragen aus bestehenden Instrumenten adaptiert, ergänzt und in einen beschreibenden, theoriegeleiteten Rahmen integriert wurden.
Evaluationsdesign
Sieben Kliniker und acht Veteranen an zwei niederländischen Traumazentren setzten das CIMI‑M ein, füllten anschließend standardisierte Fragebögen zu Machbarkeit, Akzeptanz und klinischem Nutzen aus und nahmen an qualitativen Interviews teil, die mit dem General Inductive Approach ausgewertet wurden.
Quantitative Ergebnisse
Die durchschnittliche Bewertung der Machbarkeit lag bei 7,63 für Veteranen und bei 8,41 für Kliniker auf einer Zehn‑Punkte‑Skala, was auf eine hohe Praktikabilität hinweist.
Qualitative Einschätzungen
Veteranen berichteten, dass das Interview ihnen ermöglichte, belastende Erlebnisse zu teilen; Kliniker nannten es wertvoll für den Vertrauensaufbau und die Planung individueller Therapieansätze.
Anpassungen und Weiterentwicklung
Auf Basis des erhaltenen Feedbacks wurden mehrere Fragen überarbeitet oder ergänzt, um die inhaltliche Tiefe und Klarheit zu erhöhen.
Zukünftige Forschung
Ende der Uebertragung