International: Neun afrikanische Länder entwickeln Roadmaps zur Transformation der Gesundheitsberufsausbildung
Am 17. Juli 2026 haben Vertreter von neun afrikanischen Ländern in Dakar, Senegal, kostenpflichtige nationale Roadmaps zur Stärkung der Gesundheitsberufsausbildung verabschiedet. Die Roadmaps sollen sicherstellen, dass künftige Gesundheitsfachkräfte die Kompetenzen erwerben, die für die Bewältigung sich wandelnder Gesundheitsprioritäten nötig sind.
Hintergrund der Initiative
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im Rahmen der Africa Health Professions Education Transformation and Harmonisation Initiative die Entwicklung kompetenzbasierter Curricula vorangetrieben. Die neun teilnehmenden Länder – Benin, Chad, Lesotho, Nigeria, Senegal, Südafrika, Uganda, Sambia und Simbabwe – gelten als frühe Anwender des WHO‑Afrika‑Prototyps für kompetenzbasierte Curricula.
Ziele der Roadmaps
Die Roadmaps definieren politische, regulatorische, governance‑ und institutionelle Maßnahmen, die notwendig sind, um die regionalen Curricula in national genehmigte Referenzcurricula zu überführen und kompetenzbasierte Ausbildung breiter zu verankern. Ziel ist es, die Ausbildung so auszurichten, dass Absolventen über das notwendige Wissen, praktische Fähigkeiten und professionelle Einstellungen verfügen, um sichere, qualitativ hochwertige und patient*innenzentrierte Versorgung zu leisten.
Ablauf des Workshops
Während eines fünftägigen Workshops, der von der WHO‑Regionalbüro für Afrika organisiert wurde, präsentierten Fachleute technische Inhalte, führten praktische Übungen durch und ermöglichten Peer‑Learning. Die Teilnehmenden prüften die WHO‑Afrika‑Prototyp‑Curricula und analysierten die Anforderungen an Governance, Politik und Regulierung für die Anpassung an nationale Kontexte.
Erwartete Auswirkungen
Dr. James Avoka Asamani, Teamleiter für Gesundheitsarbeitskräfte bei der WHO‑Regionalbüro für Afrika, erklärte: „Der kompetenzbasierte Bildungs‑Roadmap bietet den Ländern einen kostenpflichtigen und strukturierten Pfad, um kompetenzbasierte Gesundheitsberufsausbildung zu institutionalisieren, nationale Referenzcurricula zu entwickeln und die Qualität der Ausbildung zu stärken.“ Dr. Alfred Driwale, Kommissar für Gesundheitsdienste in Uganda, betonte, dass der Workshop eine kritische Lücke in der Transformationsreise geschlossen habe.
Nächste Schritte
Nach Abschluss des Workshops beginnen die Länder mit der Umsetzung ihrer Roadmaps, unterstützt durch technische Hilfe der WHO. Die gesammelten Erfahrungen sollen ähnliche Reformen in der gesamten afrikanischen Region anregen, die Harmonisierung der Gesundheitsberufsausbildung fördern und zu einer kompetenteren, reaktionsfähigen Gesundheitsarbeitskraft beitragen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Weltgesundheitsorganisation, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required).
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