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AI GENERATED 05.01.2026 • 17:56 Wissenschaft & Forschung

Neuronale Aktivität im medialen Frontallappen spiegelt Distanzschätzung und Entscheidungsprognose bei Ratten im foraging

Forscher haben in einer Studie mit Ratten gezeigt, dass einzelne Neurone im medialen präfrontalen Kortex (mPFC) sowohl die räumliche Distanz zu einem drohenden Roboterprädator als auch bevorstehende Fluchtentscheidungen kodieren. Die Tiere suchten dabei nach einer Zuckerbelohnung, während ein autonomer Roboter („Lobsterbot“) unvorhersehbar angreifen konnte.

Hintergrund

Natürliche Futtersuchverhalten erfordern die gleichzeitige Steuerung von Zielnavigation und kontextabhängiger Aktionswahl. Bisher sei jedoch wenig darüber bekannt, wie das Gehirn diese Funktionen während eines realistischen foraging‑Szenarios integriert.

Methodik

Die Autoren zeichneten simultan mehrere Einzelzellaktivitäten im mPFC von frei laufenden Ratten auf. Ein künstliches neuronales Netzwerk, das mit den aufgezeichneten Signalen trainiert wurde, schätzte die aktuelle Distanz des Tieres zum Lobsterbot. Zusätzlich wurde ein naiver Bayes‑Klassifikator trainiert, um den Erfolg oder Misserfolg einer Fluchtaktion vorherzusagen.

Ergebnisse – räumliche Kodierung

Die Distanzschätzung erreichte die höchste Genauigkeit im mittleren Foraging‑Bereich (F‑Zone), wo die dominante Verhaltensweise aktive Navigation war. In der Nest‑Zone (N‑Zone) blieb die räumliche Kodierung erhalten, sobald nicht‑navigative Aktivitäten wie Putzen, Aufrichten und Schnüffeln ausgeschlossen wurden. Näher zur Ziel‑Zone (E‑Zone) sank die Genauigkeit, weil die neuronale Aktivität stärker mit Entscheidungs‑ und Fluchtprozessen korrelierte.

Ergebnisse – Entscheidungsprognose

Der Bayes‑Klassifikator sagte das Ergebnis einer Fluchtaktion bis zu sechs Sekunden vor der Kopfhebung zuverlässig voraus. Zwei Untergruppen von Neuronen zeigten dabei unterschiedliche zeitliche Dynamiken und trugen unterschiedlich stark zur Vorhersage bei.

Interpretation

Laut den Autoren deutet das Ergebnis darauf hin, dass ein überlappendes Neuronpopulation im mPFC zwischen zwei heterogenen Modi wechseln kann: einerseits die Kodierung relevanter Orte für zielgerichtete Navigation, andererseits die Kodierung einer unmittelbar bevorstehenden situativen Herausforderung.

Bedeutung

Die Befunde erweitern das Verständnis darüber, wie das präfrontale Netzwerk flexible Repräsentationen für räumliche Orientierung und schnelle Entscheidungsfindung in einer natürlichen Umgebung bereitstellt. Sie könnten zudem Implikationen für die Modellierung adaptiver Verhaltensstrategien in künstlichen Systemen haben.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von eLife, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.

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