USA: Niedrige GDM‑Screening‑Quote und verspätete Diagnostik in öffentlichen Krankenhäusern von Addis Abeba
In Addis Abeba wurden im Zeitraum März bis Mai 2025 in drei öffentlichen Krankenhäusern nur 13,2 % der schwangeren Patienten auf Gestationsdiabetes mellitus (GDM) untersucht, obwohl internationale Leitlinien eine universelle Früherkennung fordern.
Studienaufbau und Datengrundlage
Die Untersuchung war eine einrichtungsbasierte Querschnittsstudie, bei der 1 050 Antennentakten von Patientinnen, die mindestens 28 Wochen schwanger waren oder bereits entbunden hatten, analysiert wurden. Die Auswahl erfolgte nach einem strukturierten Checklisten‑Verfahren, das materielle und geburtshilfliche Merkmale, Dokumentation von GDM‑Screenings, Risikokriterien, Testzeitpunkt, Testverfahren und Diagnosen erfasste.
Demografische Merkmale der Kohorte
Der Mittelwert des Alters betrug 27,7 Jahre (± 5,0). Etwa ein Drittel der untersuchten Patientinnen (29,4 %) befand sich in ihrer ersten Schwangerschaft, während der Rest bereits mehrere Geburten hinter sich hatte.
Umfang und Zeitpunkt der Screening‑Durchführung
Von den 1 050 Patientinnen wurden 139 (13,2 %) getestet. Der Median des Gestationsalters zum Test lag bei 34 Wochen (IQR 30–37), wobei lediglich 8,6 % der Tests im empfohlenen Zeitraum von 24–28 Wochen stattfanden. Das orale Glukosetoleranztest (OGTT) war das vorherrschende Verfahren (87,8 %). Das Screening erfolgte nahezu ausschließlich risikobasiert (99,3 %); Indikationen umfassten Polyhydramnion, höheres mütterliches Alter und vorherige makrosomische Geburten.
Diagnoserate unter den Getesteten
Unter den getesteten Patientinnen wurden 57 von 139 (41,0 %) mit GDM diagnostiziert.
Einflussfaktoren auf die Testwahrscheinlichkeit
In der adjustierten Analyse zeigten sich das Krankenhaus C, ein höheres mütterliches Alter, eine höhere Parität sowie ein früherer Erstkontakt in der Antenatalversorgung als unabhängige Prädiktoren für ein erhöhtes Screening‑Risiko.
Implikationen und Handlungsempfehlungen
Die Ergebnisse verdeutlichen einen erheblichen Handlungsbedarf, um eine flächendeckende und zeitnahe GDM‑Früherkennung sicherzustellen. Strategien sollten sowohl patientenseitige Barrieren als auch einrichtungsbezogene Prozesse adressieren, um die Umsetzung von Leitlinien in der Routineversorgung zu verbessern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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