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AI GENERATED 08.01.2026 • 20:46 Wissenschaft & Forschung

Niedrige Lungenembolie-Prävalenz bei akuter COPD-Exazerbation im Notfall

Kernbefund der Untersuchung

Eine retrospektive Analyse von sechs Notaufnahmen zwischen Januar 2015 und Juni 2021 ergab, dass weniger als ein Prozent der Patienten mit akuter COPD-Exazerbation (AECOPD) gleichzeitig eine Lungenembolie (PE) erhalten.

Studiendesign und Patientenkohorte

Forscher identifizierten 25.510 erwachsene Patienten mit AECOPD über ICD-10-CA-Codes. Nach Anwendung von Ausschlusskriterien blieben 12.164 Fälle (Medianalter 70 Jahre, 50 % männlich, 46 % stationär) für die Auswertung übrig.

Untersuchungsrate für Lungenembolie

Von den eingeschlossenen Patienten erhielten 2.072 (17 %) mindestens einen PE-Test. Davon wurden 84 % mit einem D‑Dimer, 44 % mit einer Thorax‑CT und 2 % mit einer Lungenszintigraphie untersucht.

Diagnoseergebnisse

Insgesamt wurden 68 Patienten (0,5 %) mit einer PE diagnostiziert; 41 Fälle (0,3 %) wurden bereits im ED als Mitdiagnose gestellt, weitere 27 Fälle (0,2 %) als primäre Diagnose während des Krankenhausaufenthalts.

Einfluss einer altersadjustierten D‑Dimer‑Schwelle

Die Anwendung eines altersadjustierten D‑Dimer (AADD) hätte nach Schätzung der Autoren die Anzahl der CT‑Bestellungen um etwa 13 % reduzieren können.

Prädiktoren für die Testentscheidung

Die Präsenz von Brustschmerzen erhöhte die Wahrscheinlichkeit einer PE-Untersuchung (adjustierter Odds Ratio = 2,71; 95 %‑KI 2,24–3,28), während Husten bzw. Verstopfung die Testwahrscheinlichkeit senkte (aOR = 0,57; 95 %‑KI 0,46–0,70).

Kurzzeitnachsorge und Mortalität

Innerhalb von 30 Tagen kehrten 852 Patienten (7 %) erneut in die Notaufnahme zurück, und 490 Patienten (4 %) verstarben.

Schlussfolgerung und Implikationen

Die sehr niedrige PE-Prävalenz bei AECOPD-Patienten legt nahe, dass selektive Untersuchungsstrategien, etwa durch Entscheidungsregeln und AADD‑Cut‑offs, die Ressourcennutzung optimieren und potenzielle Überdiagnostik vermeiden könnten.Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.

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