In einer Querschnittstudie mit 131 hospitalisierten Patienten wurde ein Zusammenhang zwischen Serum‑25‑Hydroxyvitamin‑D‑Spiegeln und dem Sturzrisiko nach dem Morse‑Fall‑Scale (MFS) nachgewiesen. Jeder Anstieg um 1 nmol/L war mit einer um 7 % geringeren Wahrscheinlichkeit für ein hohes Sturzrisiko verbunden, während jedes Lebensjahr das Risiko um 7 % erhöhte.
Studienaufbau
Die Untersuchung wurde in einem Krankenhaus durchgeführt; nach Aufnahme wurden Blutproben entnommen und der 25(OH)D‑Spiegel bestimmt. Das Sturzrisiko wurde mittels MFS in niedrig, mittel und hoch klassifiziert. Von den 131 Patienten wurden 4 als niedrig, 15 als mittel und 112 als hoch eingestuft.
Ergebnisse zu Vitamin‑D
Die Mittelwerte des 25(OH)D‑Spiegels unterschieden sich signifikant zwischen den Risikogruppen (p = 0,003) und waren in der Hochrisikogruppe am niedrigsten.
Multivariate Analyse
In einem logistischen Regressionsmodell wurde der Zusammenhang zwischen Vitamin‑D und hohem Sturzrisiko adjustiert für Alter und Geschlecht. Das adjustierte Odds Ratio betrug 0,93 pro 1 nmol/L (95 %‑KI 0,89–0,96; p < 0,001). Das Geschlecht zeigte keinen signifikanten Einfluss (p = 0,79).
Bedeutung des Alters
Das gleiche Modell ergab ein adjustiertes Odds Ratio von 1,07 pro Lebensjahr (95 %‑KI 1,02–1,13; p = 0,01), was auf ein steigendes Risiko mit zunehmendem Alter hinweist.
Schlussfolgerungen
Die Autoren schließen, dass niedrige Vitamin‑D‑Spiegel und höheres Alter unabhängige Risikofaktoren für ein hohes MFS‑definiertes Sturzrisiko bei hospitalisierten Patienten darstellen.
Zukünftige Forschung
Die Studie weist darauf hin, dass prospektive Untersuchungen nötig sind, um die Kausalität zu prüfen und zu klären, ob die Korrektur eines Vitamin‑D‑Mangels das Sturzrisiko reduziert.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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