Eine randomisierte Crossover-Studie untersuchte die akuten Effekte von Hochlast‑ und Niedriglast‑Krafttraining mit Blutflussrestriktion (BFR) auf Sprintgeschwindigkeit, Muskelarchitektur und Muskel‑Sehnen‑Steifigkeit. Sie wurde an 17 männlichen, kollegialen Sprintern durchgeführt, wobei die Messungen fünf Minuten nach jeder Intervention erfolgten.
Versuchsdesign und Belastungsbedingungen
Die Probanden absolvierten vier unterschiedliche Trainingsbedingungen: Hochlast mit 90 % des 1‑RM beim Hip‑Thrust (HT) bzw. Half‑Squat (HS) und Niedriglast mit 30 % des 1‑RM bei HT oder HS kombiniert mit BFR. Jeder Athlet erlebte jede Bedingung in zufälliger Reihenfolge, sodass individuelle Unterschiede ausgeglichen wurden.
Sprintleistung
Die Analyse zeigte signifikante Unterschiede (p < 0,05) zwischen den Bedingungen. Das 30 % HT + BFR‑Protokoll verbesserte die Zeit für die Distanz 0‑20 m, während das 30 % HS + BFR‑Protokoll die Zeit für 10‑20 m signifikant verkürzte im Vergleich zu den Hochlast‑Bedingungen.
Muskelarchitektur
Beide Niedriglast‑BFR‑Varianten (30 % HS + BFR und 90 % HS) führten zu einer signifikanten Reduktion des Pennationswinkels des Musculus rectus femoris. Diese Veränderung deutet auf eine akute Anpassung der Muskelstruktur hin.
Muskel‑Sehnen‑Steifigkeit
Alle Konditionierungsaktivitäten erhöhten die Muskel‑Sehnen‑Steifigkeit. Besonders das 30 % HT + BFR‑Protokoll steigerte die Steifigkeit des Musculus rectus femoris, während das 30 % HS + BFR‑Protokoll die Steifigkeit von Gastrocnemius und Achillessehne stärker erhöhte als die anderen Bedingungen oder der Ausgangswert.
Schlussfolgerungen
Die Ergebnisse legen nahe, dass ein Niedriglast‑Krafttraining kombiniert mit BFR zu einer größeren akuten Verbesserung der Sprintleistung bei männlichen Sprintern führt als ein Hochlast‑Training. Gleichzeitig gehen diese Verbesserungen mit einer Reduktion des Pennationswinkels und einer Erhöhung der Muskel‑Sehnen‑Steifigkeit einher.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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