Schnelle Mobilisierung im Einsatz
Ein neu organisiertes Notfall‑Medizinteam hat im Mai 2026 innerhalb von 24 Stunden ein Ebola‑Behandlungslager in Kampala betriebsbereit gemacht, nachdem das Land einen Ausbruch des Bundibugyo‑Virus gemeldet hatte. Der Arzt Allan Mugarura wurde am Abend des 15. Mai von seinem Dienst im Geburtsbereich des Mubende Regional Referral Hospital abgezogen, packte seine Ausrüstung und erreichte das Mulago National Referral Hospital in weniger als 24 Stunden. Dort wurden Betten, Geräte und logistische Abläufe für die ersten Patienten aus dem Nachbarland Demokratische Republik Kongo eingerichtet.
Entwicklung des EMT‑Programms
Vor der Einführung eines ständigen Emergency‑Medical‑Team (EMT) dauerte der Aufbau von Isolations‑ und Behandlungskapazitäten zwei bis vier Wochen. Seit Dezember 2021, als das Gesundheitsministerium gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Malteser International die erste regionale Schulung in Entebbe durchführte, steht ein Netzwerk von trainierten Fachkräften bereit. Bis zum 19. Mai 2026 waren 148 Fachkräfte im Roster, weitere Trainings erhöhten die Zahl auf etwa 354, mit einem angestrebten Ziel von 480 Mitgliedern.
Erfolge bei vergangenen Ausbrüchen
Im Januar 2025 wurde ein Sudan‑Virus‑Ausbruch mit einem 44‑köpfigen EMT innerhalb von zwei Stunden nach Alarmierung nach Kampala verlegt; das Team war nach zwölf Stunden voll einsatzfähig. Die Sterblichkeitsrate sank auf 11,1 % – ein deutlicher Rückgang gegenüber historischen Raten von 41 % bis 70 %. Beim Bundibugyo‑Ausbruch 2026 wurden 20 Fälle bestätigt, zwei Patienten verstarben, was einer Fallsterblichkeitsrate von 5,6 % entspricht, während 18 Patienten erfolgreich behandelt wurden.
Grenzüberschreitende Einsätze
Ein bilaterales Abkommen mit der Demokratischen Republik Kongo ermöglichte im Juni 2026 den Ausbau von Behandlungseinrichtungen in Aru und Kasenyi. Insgesamt 55 EMT‑Mitglieder wurden entsandt – 27 nach Aru und 28 nach Kasenyi – was den ersten grenzüberschreitenden Einsatz des ugandischen EMT markiert.
Herausforderungen und zukünftige Schritte
Das Ministerium arbeitet an einer internationalen Klassifizierung des EMT und an einer vollständigen Eigenversorgung. Benötigt werden zusätzliche Zelte, Generatoren, Wasserversorgung, Lagerkapazitäten und eine nachhaltige Finanzierung für Ausbildung und Personalverwaltung. Der Koordinator Lydia Namwanje betont, dass die Schließung von Ausbildungslücken und die Sicherstellung langfristiger Mittel entscheidend seien, um die erreichten Fortschritte zu erhalten. Dieser Bericht basiert auf Informationen von WHO, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
Ende der Uebertragung