Eine retrospektive Untersuchung an einem orthopädischen Zentrum hat gezeigt, dass 44 Patienten, die zwischen Januar 2021 und Januar 2023 eine arthroskopische Reparatur der Rotatorenmanschette nach dem modifizierten Mason‑Allen‑Suture‑Bridge‑Verfahren („Parachute“-Technik) in Kombination mit Knochenmarkstimulation (BMS) erhielten, nach 24 Monaten signifikante funktionelle Verbesserungen und vollständige Bildgebungskontrolle aufwiesen.
Studiendesign und Patientenauswahl
Forscher analysierten die Unterlagen von Patienten, die die genannten operativen Kriterien erfüllten und keine Vorbedingungen wie Goutallier‑Grad 3‑ oder höherer Fettinfiltration, vorherige Schulteroperationen, degenerative Arthrose oder andere Rotatorenmanschettenläsionen aufwiesen. Von ursprünglich 47 eingeschlossenen Patienten erreichten 44 das festgelegte Mindestfollow‑up von 24 Monaten.
Operative Technik
Die angewandte Methode kombinierte das modifizierte Mason‑Allen‑Suture‑Bridge‑Verfahren, das als „Parachute“-Technik bezeichnet wird, mit einer gezielten Stimulation des Knochenmarks, um die Regeneration des Sehnengewebes zu unterstützen. Das Verfahren wurde arthroskopisch durchgeführt und beinhaltete die Platzierung von Suturankern sowie die Injektion von Knochenmarkaspirat in das Reparaturgebiet.
Klinische Ergebnisse
Im Vergleich zu den präoperativen Werten verbesserten sich die Schmerzbewertung (VAS), die subjektive Funktionsbewertung (SANE), der American Shoulder and Elbow Surgeons‑Score (ASES) sowie der Japanese Orthopaedic Association‑Score (JOA) signifikant (p < 0,05). Zusätzlich zeigten alle gemessenen Bewegungsbereiche – Flexion, Außen‑ und Innenrotation – nach 24 Monaten eine deutliche Steigerung.
Bildgebende Befunde
Die postoperative Magnetresonanztomographie wurde anhand der Sugaya‑Klassifikation ausgewertet. Alle 44 Patienten (100 %) wurden als Typ I‑III eingestuft, was einer vollständigen oder nahezu vollständigen Sehnenheilung entspricht; kein Fall zeigte ein Rezidiv (Typ IV‑V).
Komplikationen
Während des Beobachtungszeitraums traten weder Nerven‑ noch Gefäßverletzungen, Wundinfektionen oder Probleme im Zusammenhang mit den Suturankern auf. Die Komplikationsrate blieb somit bei null.
Schlussfolgerungen
Die Kombination aus der Parachute‑Technik und Knochenmarkstimulation erwies sich als sichere und wirksame Option für die Reparatur von Rotatorenmanschettenrupturen, da sie sowohl funktionelle Verbesserungen als auch eine vollständige Bildgebungskontrolle ohne erkennbare Komplikationen ermöglichte. Die Ergebnisse bilden eine Grundlage für zukünftige prospektive Vergleichsstudien.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access).
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