Eine im Zeitraum von 2009 bis 2025 durchgeführte Studie dokumentierte die Konzentration von polychlorierten Biphenylen (PCBs) in verschiedenen Wildtieren des nördlichen New Mexico und verglich die Belastung zwischen unterschiedlichen Nahrungsgilden.
Hintergrund
PCBs wurden in den USA bis 1976 industriell eingesetzt und anschließend verboten. Trotz des Verbots verbleiben PCBs in Altgeräten, Baumaterialien und der Umwelt, wodurch sie weiterhin in die Nahrungskette gelangen können.
Methodik
Forscher sammelten opportunistisch Säugetiere, Vögel und Reptilien und ordneten die Arten den Nahrungsgilden Karnivore, Herbivore und Omnivore zu. Für jede Probe wurden Gesamt‑PCBs, PCB‑Homologe, dioxinähnliche PCB‑Kongene und toxische Äquivalente bestimmt.
Ergebnisse nach Nahrungsgilden
Die Analyse ergab, dass Karnivore die höchsten Werte für Gesamt‑PCBs, PCB‑Homologe, dioxinähnliche Kongene und toxische Äquivalente aufwiesen, gefolgt von Omnivoren und Herbivoren.
Biomagnifikation
Ein Vergleich zwischen Spitzenprädatoren und deren Hauptbeute zeigte, dass Berglöwen deutlich höhere PCB‑Konzentrationen aufwiesen als die von ihnen gejagten Huftiere, namentlich Muffelhirse und Elche, was die Biomagnifikation über die trophischen Ebenen hinweg belegt.
Einfluss des Lebensraums
Proben aus entwickelten Gebieten wiesen signifikant höhere PCB‑Konzentrationen auf als solche aus ländlichen Regionen, was auf lokale Quellen und mögliche Eintragspfade hinweist.
Bedeutung der Befunde
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Karnivore in dieser Region einem erhöhten Risiko für PCB‑induzierte gesundheitliche Effekte ausgesetzt sind, insbesondere aufgrund der Anreicherung über die Nahrungskette.
Schlussfolgerungen
Die Untersuchung liefert umfassende Daten zur Verteilung, Zusammensetzung und Biomagnifikation von PCBs in terrestrischen Tieren Nord‑New Mexicos und unterstreicht die Notwendigkeit fortlaufender Umweltüberwachung.
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