USA: Einfluss von Attributen pflanzenreicher Lebensmittel und Verpackung auf Kaufabsicht und gesundes Essverhalten
Ein kürzlich veröffentlichter Fachartikel untersucht, wie die Merkmale von pflanzenreichen Lebensmitteln und deren Verpackung die Kaufabsicht von Verbrauchern sowie deren gesunde Ernährungsgewohnheiten beeinflussen. Die Untersuchung kombiniert die Theory of Planned Behavior mit der Information Processing Theory und der Sensory Marketing Theory und testet sieben zentrale Variablen mittels eines Strukturgleichungsmodells.
Methodik
Die Autorinnen und Autoren führten eine empirische Analyse durch, in der die Beziehungen zwischen Verbraucherhaltung (CA), sozio‑kulturellem Umfeld (SE), individuellen Verbraucheranforderungen (CIR), umweltbezogenen Verpackungsaspekten (ECP), erlebtem Erfahrungswert (PEV), Lebensmittelinformationsfaktoren (FIF) und funktionalen Verpackungsmerkmalen (FPP) untersucht wurden. Das Modell prüfte sowohl direkte als auch indirekte Effekte auf die Kaufabsicht.
Ergebnisse zur Kaufabsicht
Alle sieben Variablen zeigten einen signifikanten und positiven Einfluss auf die Kaufabsicht, wobei die Stärke der Effekte variiert. Funktionale Verpackungsattribute erwiesen sich als stärkster Treiber, gefolgt von individuellen Verbraucheranforderungen und Lebensmittelinformationsfaktoren. Der erlebte Erfahrungswert, die Verbraucherhaltung und umweltbezogene Verpackungsaspekte hatten moderate Effekte, während das sozio‑kulturelle Umfeld den schwächsten Einfluss ausübte. Insgesamt übertrafen extern orientierte Produktvariablen die intern orientierten Verbrauchervariablen hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Kaufabsicht.
Ergebnisse zum Essverhalten
Die Analyse offenbarte eine doppelte Logik von direkter Antriebskraft und indirekter Übertragung auf das gesunde Essverhalten. Individuelle Verbraucheranforderungen beeinflussten das gesunde Essverhalten weniger direkt als die Kaufabsicht, wodurch ein Kettenmechanismus von individuellen Bedürfnissen über die Kaufabsicht zum gesunden Essverhalten entsteht.
Theoretische Implikationen
Die Studie erweitert die Anwendung der Theory of Planned Behavior, indem sie die Übertragungsmechanismen zwischen externen Produktmerkmalen und internen Verbraucherfaktoren detailliert beschreibt. Das entwickelte mehrdimensionale Beziehungsrahmenwerk bietet Forschern ein neues Modell zur Analyse von Konsumentscheidungen im Kontext von pflanzenbasierten Lebensmitteln.
Praktische Implikationen
Für Unternehmen im Bereich pflanzenbasierter Lebensmittel liefert das Ergebnis klare Handlungsanweisungen: Die Optimierung funktionaler Verpackungsmerkmale sollte Priorität haben, während gleichzeitig gezielte Kommunikationsstrategien für individuelle Verbraucherbedürfnisse und Informationsaspekte entwickelt werden sollten. Politiker erhalten evidenzbasierte Anhaltspunkte für Maßnahmen, die gesunde Ernährungsgewohnheiten fördern.
Ausblick
Die Autoren empfehlen zukünftige Forschungen, die weitere demografische Faktoren und langfristige Verhaltensänderungen berücksichtigen, um die Nachhaltigkeit der beobachteten Effekte zu prüfen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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