Pflegekräfte erhalten mehr Befugnisse
Deutschland: Pflegekräfte erhalten mehr Befugnisse
Der Bundesrat hat ein neues Gesetz gebilligt, das die Kompetenzen von Pflegekräften effizienter zum Einsatz bringen soll. Mit diesem Gesetz erhalten Pflegefachpersonen mehr Befugnisse als bisher, um eigenständig Aufgaben zu erbringen, die bisher Ärztinnen und Ärzten vorbehalten waren.
Effizientere Pflege
Ein Beispiel für die neuen Befugnisse ist das Management chronischer Erkrankungen. Hier sollen Pflegefachpersonen künftig mehr eigenständige Entscheidungen treffen können, ohne auf ärztliche Weisung angewiesen zu sein. Die konkreten Leistungen, die sie künftig eigenständig erbringen können, sollen durch die Selbstverwaltung – mit Beteiligung der Pflegeberufsverbände – in Verträgen festgelegt werden.
Attraktiveres Berufsbild
Das Ziel des Gesetzes ist es, die Pflege effizienter zu gestalten und Ärztinnen und Ärzte zu entlasten. Darüber hinaus soll das Berufsbild attraktiver werden und die Kompetenzen von Pflegefachpersonen stärker würdigen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken betont, dass in einer alternden Gesellschaft gute Arbeitsbedingungen in der Pflege geschaffen werden müssen, um mehr Menschen für den Beruf zu begeistern.
Innovative Pflege-Wohnformen
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesetzes ist die Förderung neuer Wohnformen, die eine Alternative sowohl zum betreuten Wohnen als auch zu den klassischen Pflegeheimen darstellen. Es soll etwa mehr Anreize und bessere Gestaltungsmöglichkeiten für gemeinschaftliche Pflege-Wohnformen geben. Darüber hinaus zielt das Gesetz darauf ab, in der Langzeitpflege Bürokratie abzubauen – zum Beispiel indem Informationspflichten wegfallen oder einfacher werden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von bundesregierung.de, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland)
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