Hintergrund und Zielsetzung
Eine aktuelle Studie untersuchte den Widerstand von erwachsenen weiblichen Anopheles gambiae s.l. gegenüber drei Pyrethroid‑Insektiziden und einem Organophosphat in sechs Orten des Bundesstaates Osun, Nigeria. Ziel war es, die Wirksamkeit von Pirimiphos‑Methyl im Vergleich zu Permethrin, Deltamethrin und Alpha‑Cypermethrin zu bewerten und das Vorhandensein des KDR‑Gens zu prüfen.
Methodik
Larven wurden wöchentlich von Januar bis Dezember 2022 zwischen 07:00 Uhr und 11:00 Uhr gesammelt, im Labor der Osun State University zu erwachsenen Mücken aufgezogen und morphologisch identifiziert. Die Bioassays erfolgten nach WHO‑Standard mit Permethrin 0,75 %, Deltamethrin 0,05 %, Alpha‑Cypermethrin 0,05 % und Pirimiphos‑Methyl 0,25 %. Anschließend wurden die Proben molekular auf das KDR‑Gen untersucht.
Ergebnisse
Bei Pirimiphos‑Methyl wurde nach 60 Minuten (KD60) eine 100 %‑Todesrate erzielt, wobei kein Resistenznachweis vorlag (p < 0,05). Die Pyrethroide erreichten Mortalitätsraten zwischen 40 % und 97 % und zeigten damit von verdächtiger bis bestätigter Resistenz. Die niedrigste Mortalität wurde in Ila für Permethrin (86 %) sowie in Ejigbo für Alpha‑Cypermethrin (60 %) und Deltamethrin (40 %) gemessen. Das KDR‑Gen wurde in allen untersuchten Gebieten nachgewiesen.
Schlussfolgerungen
Die Ergebnisse belegen die hohe Wirksamkeit von Pirimiphos‑Methyl gegenüber Anopheles‑Mücken in Osun State und verdeutlichen die zunehmende Resistenz gegenüber Pyrethroid‑Insektiziden. Die Forscher empfehlen eine verstärkte Überwachung der Insektizidresistenz, den Einsatz von Indoor‑Residual‑Spraying mit Pirimiphos‑Methyl sowie die Prüfung von PBO‑ oder Dual‑Aktiv‑Ingredient‑Behandelten Netzen, um die Wirksamkeit von Malariapräventionsmaßnahmen zu erhalten.Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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