Eine aktuelle Studie aus Vietnam hat gezeigt, dass die Verwendung von Kunststoff als Brennstoff beim traditionellen Räuchern von Hähnchen zu einer deutlich höheren Belastung mit persistenten organischen Schadstoffen führt. Während reines Holz nur geringe Kontaminationen erzeugte, führte Polyvinylchlorid (PVC) zu den höchsten Konzentrationen von Dioxinen, PCB‑Verbindungen und krebserzeugenden polyzyklischen Aromaten.
Methodik
Die Forscher rauchten Hähnchenproben unter kontrollierten Bedingungen mit vier unterschiedlichen Brennstoffen: sauberem Holz, Polyethylen (PE), Polystyrol (PS) und PVC. Die entstandenen Rückstände wurden mittels Gaschromatographie‑Massenspektrometrie (GC‑MS/MS) analysiert. Anschließend wurden univariate und multivariate statistische Verfahren angewendet, um Unterschiede zwischen den Brennstoffgruppen zu prüfen.
Ergebnisse nach Brennstofftyp
Bei sauberem Holz wurden nur sehr niedrige Konzentrationen von polyzyklischen Aromaten und keinen nachweisbaren Dioxinen oder PCB‑Verbindungen gemessen. Der Einsatz von PE führte zu einer leichten Erhöhung leichter PAHs und zu geringen Dioxinwerten. PS brachte mittlere PAHs sowie die PCB‑Konzentrationen 66 und 195 hervor. PVC erzeugte die schwerste Kontamination: zwölf verschiedene PCDD/F‑Verbindungen, 21 PCB‑Isomere (unter anderem 189, 101, 180, 153) und mehrere krebserzeugende PAHs, darunter Benzo[a]pyren.
Statistische Bewertung
Statistische Tests bestätigten signifikante Unterschiede zwischen den Brennstoffgruppen (p < 0.01). Der Kontaminationsgradient lässt sich eindeutig als Holz < PE < PS < PVC darstellen, was die zunehmende Schadstofffreisetzung mit steigender Kunststoffzusammensetzung belegt.
Schlussfolgerungen
Die Autoren betonen, dass die Ergebnisse ein dringendes Handlungsbedürfnis signalisieren: Der Einsatz von kunststoffhaltigen Brennstoffen in traditionellen Räucherprozessen sollte verboten werden, um die Lebensmittelsicherheit und die öffentliche Gesundheit zu schützen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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