Ein umfassender EMV‑Test (elektromagnetische Verträglichkeit) hat gezeigt, dass die Elektronik des ESA‑Raumfahrzeugs Plato für den Start im März 2027 bereit ist. Im Maxwell‑Test‑Chamber der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) in ESTEC wurden sämtliche Systeme auf gegenseitige Störungsfreiheit geprüft, sodass das Fahrzeug nun die letzte große Hürde vor dem Flug genommen hat.
Testumgebung und Verfahren
Der Test fand in einer abgeschirmten Kammer statt, deren Wände, Boden und Decke aus leitfähigem Metall bestehen und ein Faraday‑Gitter bilden. Die Innenfläche ist mit Schaumstoffspitzen ausgekleidet, die elektrische Signale und Geräusche absorbieren, um die Bedingungen des Weltraum‑Vakuums zu simulieren.
DurchgefĂĽhrte PrĂĽfungen
Nachdem die Kammer versiegelt war, schalteten Ingenieure die Elektronik von Plato aus der Ferne ein und führten eine Reihe von Tests durch, um mögliche Störsignale („crosstalk“) zwischen den wissenschaftlichen Instrumenten und den Kommunikationssystemen zu identifizieren. Die Messungen bestätigten, dass keine unerwünschten Interferenzen auftraten.
Bedeutung der EMV‑Kompatibilität
Im Vakuum des Weltraums können elektronische Bauteile anders reagieren als in Laborumgebungen. Ohne vorherige EMV‑Prüfung könnten Fehlfunktionen auftreten, die die Missionsziele gefährden oder die Hardware beschädigen. Der erfolgreiche Test belegt, dass Plato‑Systeme in der rauen Umgebung des Alls zuverlässig zusammenarbeiten.
Vorherige Testphasen
Die EMV‑Prüfung schließt eine Reihe von Voruntersuchungen ab, die bereits im Januar dieses Jahres begannen. Zunächst wurden Vibration‑ und Akustik‑Tests durchgeführt, gefolgt von einem einmonatigen Aufenthalt im Large Space Simulator, wo Plato die Belastungen durch Temperatur‑ und Druckwechsel bewältigte.
Ausblick auf den Start
Nach Abschluss aller Prüfungen ist Plato für den geplanten Start mit einer Ariane 6‑Trägerrakete durch Arianespace im März 2027 vorgesehen. Das Raumfahrzeug soll nach erdähnlichen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems suchen und damit wichtige Daten für die Exoplaneten‑Forschung liefern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von European Space Agency, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
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