Die Redaktion von PLOS ONE hat am 2. Juni 2026 eine offizielle Mitteilung veröffentlicht, in der sie Bedenken zu einer im Jahr 2015 veröffentlichten Studie äußert, die den schützenden Effekt eines arabinosylierten Lipoarabinomannans bei Leishmania‑donovani‑Infektionen untersucht. Die Mitteilung weist auf mehrere ungeklärte Probleme hin, die die Zuverlässigkeit der veröffentlichten Ergebnisse beeinträchtigen könnten.
Probleme mit Abbildung 1B
Ein zentrales Problem betrifft die Bilddaten von Abbildung 1B, in der die GAPDH‑Kontrollen (Lanes 1‑5) auffallend ähnlich zu den GAPDH‑Kontrollen in Abbildung 3B zweier anderer Publikationen erscheinen, obwohl sie unterschiedliche experimentelle Bedingungen darstellen sollen. Diese Ähnlichkeiten wurden von unabhängigen Prüfern festgestellt.
Fehlende Rohdaten
Entgegen der in der Veröffentlichung angegebenen Datenverfügbarkeit wurden die ursprünglichen Rohdaten, die die quantitativen Ergebnisse untermauern, nicht bereitgestellt. Der Autor erklärte, dass das Labor seit der Veröffentlichung geschlossen sei und die Originaldateien nicht mehr zugänglich seien, wodurch die Möglichkeit einer Nachprüfung ausgeschlossen ist.
Unklare Euthanasiemethode
Die Methodenbeschreibung enthält keine Angaben zur Euthanasie der Versuchstiere. Der Autor gab nachträglich an, dass an den beteiligten Einrichtungen (Bose Institute und National Centre for Cell Science, Pune) standardisierte Methoden wie CO₂‑Inhalation und, falls nötig, zervikale Dislokation verwendet wurden. Die zugehörige ethische Genehmigungsnummer des NCCS sei jedoch nicht mehr verfügbar.
Reaktion des Autors
Der erstgenannte Autor widersprach der Einschätzung der Redaktion, dass die Bilddaten identisch seien, und erklärte, dass die Originalbilder nicht mehr vorhanden seien. Ohne diese Daten könne die Redaktion die Bedenken nicht abschließend klären.
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Die Redaktion empfiehlt, die Ergebnisse von Abbildung 1B mit Vorsicht zu interpret
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