USA: PLOS ONE retracts 2020 study on ibuprofen separation over compromised peer review
PLOS ONE hat am 2. Juni 2026 die Rücknahme eines im August 2020 veröffentlichten Artikels über die molekulare Trennung von Ibuprofen und 4‑Isobutylacetophenon mittels Octanol‑Lösungen und poröser Polymermembranen angekündigt. Die Entscheidung beruht auf Bedenken hinsichtlich einer manipulierten Begutachtung und einer Verletzung der Zeitschriftenrichtlinie zur Publikationsprozess‑Manipulation.
Ursprüngliche Veröffentlichung
Der Artikel mit den Autorinnen und Autoren M. Pishnamazi, N. Taghvaie Nakhjiri, A. Sodagar Taleghani, M. Ghadiri, A. Marjani und S. Shirazian erschien in Volume 15, Issue 8 von PLOS ONE (e0237271) und wurde über die Plattform Dimensions mit über 0 Zitaten, 0 Aufrufen und 0 Shares gelistet.
Grund für den Rückzug
Die Redakteure von PLOS ONE geben an, dass die Begutachtung des Manuskripts nicht den üblichen Qualitätsstandards entsprochen habe und dass Hinweise auf eine mögliche Manipulation des Publikationsprozesses vorliegen. Nach interner Prüfung wurde entschieden, den Artikel zurückzuziehen, um die Integrität der Fachzeitschrift zu wahren.
Kontaktversuche
Laut dem Rücknahmehinweis konnten die genannten Autorinnen und Autoren nicht direkt kontaktiert werden, und alle Versuche, eine Stellungnahme zu erhalten, blieben erfolglos. Die Redaktion vermerkt, dass weder eine Antwort noch eine Rückmeldung von den Autorinnen und Autoren eingegangen sei.
Richtlinien der Zeitschrift
PLOS ONE verweist in der Mitteilung auf die eigene Richtlinie zur Verhinderung von Manipulationen im Publikationsprozess. Diese Richtlinie verlangt, dass alle eingereichten Manuskripte einem transparenten und unabhängigen Peer‑Review unterzogen werden. Verstöße gegen diese Vorgaben können laut den Richtlinien zu einer sofortigen Rücknahme führen.
Bedeutung für die Forschungsgemeinschaft
Der Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit einer sorgfältigen Überprüfung von Forschungsarbeiten, insbesondere in Bereichen mit potenzieller industrieller Anwendung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden angehalten, die Herkunft von Daten und die Integrität des Begutachtungsprozesses kritisch zu prüfen, um die Vertrauensbasis in veröffentlichte Ergebnisse zu erhalten.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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