PLOS ONE zieht Artikel zur Vorhersage der städtischen Luftqualität zurück
PLOS ONE hat am 4. Februar 2026 den Artikel mit dem Titel „Interpretable machine learning framework for predicting Urban air quality“ offiziell zurückgezogen. Die Entscheidung erfolgte, nachdem Bedenken hinsichtlich des Inhalts und des Peer‑Review‑Verfahrens geäußert wurden.
Hintergrund des Artikels
Der betreffende Beitrag wurde zunächst im November 2025 veröffentlicht (Vol. 20, Issue 11, e0336241) und behandelte ein erklärbares maschinelles Lernverfahren zur Vorhersage der Luftqualität in städtischen Gebieten. Die Publikation wurde über die DOI https://doi.org/10.1371/journal.pone.0342214 zugänglich gemacht.
Grund für den Rückzug
Nach der Veröffentlichung wiesen mehrere Gutachter und Leser darauf hin, dass Teile des Manuskripts Methodik und Ergebnisse einer nicht verwandten Studie zur Alzheimer‑Krankheit enthielten. Zusätzlich wurden Unstimmigkeiten im Peer‑Review‑Prozess und mögliche Verstöße gegen die PLOS‑Richtlinie zu Künstlicher‑Intelligenz‑Werkzeugen festgestellt.
Reaktion der Redaktion
Die Redaktion von PLOS ONE erklärte, dass diese Mängel die Validität und Zuverlässigkeit der veröffentlichten Ergebnisse in Frage stellen. In einer offiziellen Mitteilung äußerte das Redaktionsteam Bedauern, dass die Probleme nicht vor der Erstveröffentlichung erkannt wurden, und kündigte den Rückzug des Artikels an.
Stellung der Autoren
Alle beteiligten Autoren wurden über die Entscheidung informiert, stimmten jedoch dem Rückzug nicht zu. Trotz ihres Widerspruchs blieb die Entscheidung der Redaktion verbindlich.
Folgen für die wissenschaftliche Literatur
Der Rückzug wird in den bibliografischen Datenbanken vermerkt und beeinflusst zukünftige Zitierungen des Artikels. Forschende, die das Modell zur Luftqualitätsvorhersage nutzen wollten, werden aufgefordert, alternative, nicht zurückgezogene Quellen zu prüfen.
Weitere Informationen
Die vollständige Rückzugsmitteilung ist unter der oben genannten DOI einsehbar. Das Dokument steht unter der Creative‑Commons‑Attribution‑Lizenz, die uneingeschränkte Nutzung bei korrekter Quellenangabe erlaubt.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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